Wolfgang Petrick in Potsdam: Gespräch über die Hommage im Schloss Sacrow


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Ein kunsthistorisches Gespräch über Wolfgang Petrick in Schloss Sacrow
Mit dem Gespräch Ich arbeite im freien Fall rückt Schloss Sacrow am 5. Juli 2026 einen der prägnantesten deutschen Maler des 20. und frühen 21. Jahrhunderts ins Zentrum: Wolfgang Petrick. Die Veranstaltung ist als Hommage angelegt und verbindet biografische Rückschau, kunstkritische Einordnung und persönliche Erinnerungen von Weggefährten zu einem literarisch wie kulturhistorisch aufgeladenen Nachmittag.
Ein Künstler zwischen Figur, Fragment und Verstörung
Wolfgang Petrick, 1939 in Berlin geboren und 2025 in Berlin gestorben, zählt zu den markanten Stimmen der figurativen Malerei in Deutschland. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen kritischem Realismus, surrealer Zuspitzung und einer Bildsprache, die das Groteske nie scheut. Wer sich auf sein Werk einlässt, begegnet einer Kunst der Verdichtung: deformierte Körper, verschobene Perspektiven, nervöse Collagen und eine Bildwelt, die gesellschaftliche Brüche sichtbar macht.
Meisterschüler, Professor, Netzwerker der Berliner Kunstszene
Sein Weg durch die Kunstgeschichte ist eng mit der Berliner Szene verbunden. Nach dem Studium an der Berliner Hochschule der Künste gründete Petrick 1964 die legendäre Ausstellungsgemeinschaft Großgörschen 35 mit, später folgten die Gruppe Aspekt und eine Professur für Malerei an der UdK, die Generationen von Kunstschaffenden prägte. Auch internationale Stationen, darunter ein Studio in New York, erweiterten seinen Blick auf die Gegenwartskunst. Für seine Arbeit erhielt er unter anderem den Deutschen Kritikerpreis und weitere bedeutende Auszeichnungen.
Gesprächsformat mit Erinnerungen aus erster Hand
Das Format des Abends verspricht Nähe statt bloßer Werkbetrachtung. Mit Berit Myrebøe, René Wirths, Samira Freitag und Rik Reinking treten Personen auf, die Petrick als Mentor, Künstler und prägende Figur erlebt haben. Moderiert von Michael M. Thoss eröffnet das Gespräch einen seltenen Zugang zu künstlerischer Haltung, Atelierpraxis und der Frage, wie sich künstlerische Konsequenz im Spannungsfeld von Zeitgeschichte und individueller Handschrift formt.
Schloss Sacrow als atmosphärischer Rahmen
Der Ort ergänzt den Inhalt mit eigenem Gewicht. Schloss Sacrow am westlichen Rand Potsdams bietet einen kulturhistorischen Rahmen, der dem Gespräch eine besondere Ruhe und Konzentration verleiht. Die Adresse Krampnitzer Straße 33 steht für einen Ort, an dem Kunst, Landschaft und historische Architektur ineinandergreifen. Für Besucher entsteht so nicht nur ein Vortrag, sondern ein literarisches Erlebnis der Reflexion, getragen von Lesungs-Atmosphäre, Autor-Begegnung und diskursiver Dichte.
Fazit: Ein Nachmittag für Kunstfreunde, die Tiefe suchen
Wer Wolfgang Petrick verstehen will, findet hier mehr als eine Ehrung. Das Gespräch führt mitten hinein in ein Werk, das deutsche Kunstgeschichte mit unruhiger Energie, formaler Radikalität und humaner Dringlichkeit geprägt hat. Ein Termin für alle, die kulturelle Tiefe, lebendige Erinnerung und kunstkritische Einordnung schätzen. Am besten live erleben.
Offizielle Kanäle von Wolfgang Petrick:
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- Website: https://poll-berlin.de/galerie/en/gallery-artists/wolfgang-petrick/biography/
- Verlag: Kein offizielles Profil gefunden










