
Potsdam
Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam, Deutschland
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße | Anfahrt & Führungen
Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam ist ein Ort, an dem Stadtgeschichte, Gewaltgeschichte und Erinnerungskultur auf besondere Weise zusammenkommen. Das Areal liegt in der Leistikowstraße 1 in der Nauener Vorstadt und gehört heute zur Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Bekannt ist der Ort vor allem als ehemaliges sowjetisches Untersuchungsgefängnis und als Teil der sowjetischen Geheimdienststadt Militärstädtchen Nr. 7. Gleichzeitig erzählt die Adresse auch von ihrer früheren Nutzung als Sitz der Evangelischen Frauenhilfe. Genau diese mehrschichtige Geschichte macht den Ort so eindrücklich: ein Haus, das im Lauf des 20. Jahrhunderts erst als kirchliche Einrichtung, dann als Haftort und heute als Gedenkstätte und Bildungsort genutzt wird. Wer nach Gedenkstätte Potsdam, Leistikowstraße Potsdam oder Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße sucht, findet hier keinen klassischen Veranstaltungsort, sondern einen historischen Erinnerungsraum mit hoher Authentizität und großem dokumentarischem Wert. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/))
Besonders bemerkenswert ist, dass die Gedenkstätte ihre Geschichte nicht nur zeigt, sondern methodisch erschließt: mit Dauerausstellung, historischen Fotografien, Biografien, Medienstationen, Führungen, Audioguide und einem Geschichtspfad im Umfeld des ehemaligen Sperrgebiets. Damit wird aus einem einzelnen Gebäude ein größerer Lern- und Erinnerungsraum, der die Geschichte der sowjetischen Besatzungszeit und des Kalten Krieges in Potsdam nachvollziehbar macht. Wer sich für Fotos, Rezensionen oder praktische Besucherinformationen interessiert, sucht oft nach den gleichen Fragen: Wie komme ich hin, wie lange dauert der Besuch, gibt es Parkplätze, und was genau sieht man vor Ort? Genau diese Punkte sind für die Planung entscheidend, denn die Gedenkstätte verbindet einen emotional belastenden historischen Ort mit sehr konkreten Serviceinformationen für heutige Besucherinnen und Besucher. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/oeffnungszeiten-und-anfahrt/))
Anfahrt, Öffnungszeiten und Parken
Die Anfahrt zur Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut möglich und auf der offiziellen Website klar beschrieben. Vom Potsdamer Hauptbahnhof fahren unter anderem die Tram 92 in Richtung Kirschallee und die Tram 96 in Richtung Campus Jungfernsee bis zur Haltestelle Puschkinallee/Alexandrowka; von dort dauert der Fußweg zur Leistikowstraße 1 etwa zehn Minuten. Eine weitere Möglichkeit ist die Fahrt mit Tram 96, Bus 638 oder Bus 609 bis Reiterweg/Alleestraße und dann der Umstieg in den Bus 603 bis Glumestraße; von dort sind es noch ungefähr drei Minuten zu Fuß. Für Gäste, die mit Bus und Tram anreisen, ist der Weg also relativ leicht planbar. Die offizielle Adresse lautet Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/oeffnungszeiten-und-anfahrt/))
Wer mit dem Auto kommt, sollte beachten, dass an der Gedenkstätte selbst keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Der nächstgelegene Parkplatz befindet sich am Schloss Cecilienhof und liegt ungefähr acht Gehminuten entfernt. Das ist für Besucherinnen und Besucher wichtig, die gezielt nach Parken Leistikowstraße oder Parken Gedenkstätte Potsdam suchen. Die Öffnungszeiten sind saisonal geregelt: Von April bis Oktober ist die Gedenkstätte von Dienstag bis Sonntag zwischen 14.00 und 18.00 Uhr geöffnet, von November bis März von Dienstag bis Sonntag zwischen 13.00 und 17.00 Uhr. Montags bleibt die Einrichtung geschlossen. Diese Struktur ist für eine Gedenkstätte sinnvoll, weil sie einen verlässlichen Rahmen für Individualbesuche, Führungen und pädagogische Angebote schafft. Der Besuch lässt sich dadurch gut mit einem Spaziergang durch die Nauener Vorstadt oder mit einem Abstecher in das Umfeld von Cecilienhof verbinden. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/oeffnungszeiten-und-anfahrt/))
Eintritt frei, Besuchszeit und praktische Hinweise
Ein zentraler Vorteil für alle, die nach Eintritt frei Gedenkstätte Potsdam oder Eintritt Leistikowstraße suchen, ist die kostenfreie Nutzung für Einzelbesucher. Die Gedenkstätte nennt den Eintritt ausdrücklich frei; wer möchte, kann im Besucherzentrum eine Spende hinterlassen und so die Arbeit unterstützen. Für die Planung ist außerdem hilfreich, dass die offizielle FAQ mindestens eine Stunde für den Besuch der Dauerausstellung empfiehlt. Diese Zeitangabe ist realistisch, weil die Ausstellung nicht nur aus einzelnen Objektinformationen besteht, sondern viele Ebenen zusammenführt: historische Räume, Texte, Fotos, Biografien und Medienstationen. Wer sich ohne Zeitdruck bewegen möchte, sollte eher etwas länger einplanen, zumal auch der Außenbereich und der Geschichtspfad zusätzliche Eindrücke bieten. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/en/service/faq/))
Zu den praktischen Hinweisen gehören auch Regeln, die den Charakter des Ortes schützen sollen. Taschen und Rucksäcke müssen vor dem Betreten der Ausstellung in Schließfächern im Besucherzentrum deponiert werden; dafür wird eine 1-Euro-Münze benötigt, die nach dem Öffnen zurückgegeben wird. Das Gebäude ist in der kalten Jahreszeit wenig beheizt, weshalb passende Kleidung empfohlen wird. Fotografieren und Filmen ist für private Zwecke erlaubt, für professionelle oder kommerzielle Zwecke braucht man vorher eine Genehmigung. Wer mit Kindern kommt, sollte wissen, dass die Kellerzellen wegen ihrer bedrückenden Atmosphäre für Kinder unter zwölf Jahren nicht empfohlen werden. Diese Hinweise sind keine formalen Hürden, sondern Ausdruck des Respekts vor einem historischen Haftort, an dem viele Menschen gelitten haben. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/en/service/faq/))
Dauerausstellung im ehemaligen Untersuchungsgefängnis
Die Dauerausstellung der Gedenkstätte ist das Herzstück des Besuchs. Sie erstreckt sich über alle drei Etagen des ehemaligen Untersuchungsgefängnisses der sowjetischen Spionageabwehr und macht die wechselvolle Geschichte des Ortes an seinem authentischen Schauplatz erfahrbar. Das Gebäude selbst ist das wichtigste Exponat: Es wurde weitgehend erhalten und zeigt damit nicht nur Informationen über die Vergangenheit, sondern auch die räumlichen Bedingungen von Haft, Kontrolle und Isolation. Besonders eindrücklich sind die Kellerzellen mit ihren kargen Holzpritschen, die auf die Entbehrungen der 1940er- und 1950er-Jahre verweisen, während die oberen Etagen stärker die Gefängnisnutzung der 1970er-Jahre sichtbar machen. In den Zellenwänden erhaltene Inschriften verstärken den Eindruck von Enge, Verzweiflung und Entrechtung. Genau deshalb wird die Dauerausstellung oft als eines der authentischsten historischen Haftorte in Brandenburg beschrieben. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/))
Inhaltlich konzentriert sich die Ausstellung nicht nur auf Architektur oder Verwaltungsgeschichte, sondern vor allem auf Menschen. Historische Fotos, Originalobjekte, Zeitzeugeninterviews und 50 Biografien geben Einblick in die Häftlingsgruppen und ihre Schicksale. Dazu gehören deutsche und sowjetische Gefangene, die aus sehr unterschiedlichen Gründen inhaftiert wurden: wegen vermeintlicher oder tatsächlicher Spionage, wegen Fahnenflucht, anderer Dienstvergehen oder auch aufgrund falscher Verdächtigungen und unbeteiligter Lebensumstände. Die Militärspionageabwehr nutzte den Ort als Instrument zur Sicherung ihrer Truppen und zur Kontrolle politischer und militärischer Loyalität. Für Besucherinnen und Besucher ist gerade diese Verbindung aus persönlichem Schicksal und politischer Funktion zentral, weil sie den historischen Ort über eine reine Gebäudeerzählung hinaushebt. Ergänzend gibt es eine virtuelle 360°-Tour und eine Audioführung durch die Ausstellung, was den Zugang zusätzlich erleichtert. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/))
Geschichte des Ortes von 1916 bis 2008
Die Geschichte der Leistikowstraße beginnt lange vor der Zeit als Haftort. 1916 errichtete der Evangelisch-Kirchliche Hilfsverein an der heutigen Adresse Leistikowstraße 1 ein repräsentatives Pfarrhaus. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs diente die Villa als Sitz der Evangelischen Frauenhilfe. Im Gebäude befanden sich außerdem Redaktionsräume, Wohnräume des geschäftsführenden Pfarrers und der Vikarin sowie Räume für die organisatorische Arbeit des Vereins. Diese frühe Nutzungsphase ist wichtig, weil sie zeigt, dass der Ort nicht ursprünglich für Repression geschaffen wurde, sondern aus einem kirchlich-sozialen Kontext stammt. Die spätere Umnutzung durch die sowjetische Besatzungsmacht veränderte den Charakter des Hauses grundlegend und machte aus einem religiös-sozialen Gebäude einen Ort des Verhörs, der Isolation und der Haft. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/geschichte/1916-1945-sitz-der-evangelischen-frauenhilfe/))
Ab 1945 begann die eigentliche Geschichte des sowjetischen Untersuchungsgefängnisses. Das ehemalige Pfarrhaus wurde zum zentralen Untersuchungs- und Durchgangsgefängnis der sowjetischen Militärspionageabwehr umgebaut und blieb dies bis 1991. Die offizielle Darstellung beschreibt, dass hier Menschen aus sehr unterschiedlichen Zusammenhängen festgehalten wurden, darunter NS-Täter, Spione, Deserteure und auch völlig Unbeteiligte. Parallel entwickelte sich rund um das Gefängnis die Geheimdienststadt Militärstädtchen Nr. 7, ein hoch gesichertes Areal mit Verwaltungsgebäuden, Kasernierung, medizinischer Versorgung, eigenen Versorgungsstrukturen und stark abgeschirmten Wegen. Nach dem Abzug der letzten Militäreinheiten im Jahr 1994 begann das bürgerschaftliche Engagement für den Erhalt des Gebäudes. Am 5. Dezember 2008 wurde die Gedenk- und Begegnungsstätte schließlich gegründet; seit dem 30. Juni 2023 ist sie vollumfänglich Teil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Diese Entwicklung vom kirchlichen Haus über das Gefängnis bis zum pädagogischen Erinnerungsort erklärt, warum die Adresse heute so viel historische Tiefe besitzt. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/geschichte/1945-1994-geheimdienststadt-militaerstaedtchen-nr-7/))
Führungen, Audioguide und 360°-Tour
Wer die Gedenkstätte nicht nur selbstständig, sondern begleitet erleben möchte, findet ein breites Führungsangebot. Die klassischen Rundgänge thematisieren das sowjetische Untersuchungsgefängnis ebenso wie die Geheimdienststadt Militärstädtchen Nr. 7. Laut offizieller Beschreibung dauern die Führungen in der Regel 60 Minuten und werden für Besucherinnen und Besucher ab 15 Jahren empfohlen. Dabei werden die Geschichte des Ortes, die räumliche Struktur und die Biografien ehemaliger Häftlinge miteinander verbunden. Besonders wichtig ist der dialogische Ansatz: Fragen und Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht. Das macht die Führungen zu einer geeigneten Form für Schulklassen, Gruppen, Vereine und alle, die tiefer in die Geschichte eintauchen möchten. Wer nach Führungen Leistikowstraße Potsdam sucht, findet also kein standardisiertes Tourismusprodukt, sondern ein didaktisch starkes Vermittlungsangebot mit klarem Bezug zum historischen Ort. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/bildung/fuehrungen/))
Ergänzt werden die Führungen durch digitale Angebote. Die Dauerausstellung verfügt über einen kostenfreien Audioguide, der etwa 60 Minuten dauert und an 22 Stationen durch die Geschichte des Ortes führt. Für den Audioguide nutzt man das eigene Smartphone oder Tablet; Kopfhörer können im Besucherzentrum ausgeliehen werden, und vor Ort steht kostenfreies WLAN zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen Audiowalk zu den Spuren der sowjetischen Geheimdienststadt, der die 13 Informationsstelen des Geschichtspfades ergänzt und Hintergrundwissen, Fotos sowie Zeitzeugenberichte vermittelt. Wer lieber virtuell unterwegs ist, kann außerdem an einer 360°-Onlineführung teilnehmen. Für Gruppen steht ein digitales Modell des ehemaligen Gefängnisgebäudes bereit, über das auch Bereiche zugänglich werden, die bei klassischen Rundgängen nicht betreten werden. Die Gedenkstätte kombiniert damit analoge Authentizität mit moderner Vermittlung auf bemerkenswert konsequente Weise. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/audioguides/?utm_source=openai))
Militärstädtchen Nr. 7 und der Geschichtspfad
Ein besonderes Suchthema rund um die Leistikowstraße ist Militärstädtchen Nr. 7. Dieser Begriff bezeichnet die sowjetische Geheimdienststadt in der Nauener Vorstadt, deren Zentrum sich rund um das Gefängnis und die benachbarten Gebäude entwickelte. Laut offizieller Darstellung war das Areal einer der wichtigsten nachrichtendienstlichen Vorposten der Sowjetunion an der Nahtstelle zu Westeuropa. Bereits 1945 wurden erste Gebäude beschlagnahmt, nach der Potsdamer Konferenz wuchs das Gelände auf 16 Hektar mit rund 100 Gebäuden an. Die Infrastruktur umfasste nicht nur Verwaltung und Haft, sondern auch Wohnräume, Kantinen, Krankenstationen, Geschäfte, Lager, Sport- und Freizeitanlagen sowie eigene Kommunikationsstrukturen. Das macht verständlich, warum der Ort als nahezu autarker, stark abgeschirmter Komplex beschrieben wird. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/geschichte/1945-1994-geheimdienststadt-militaerstaedtchen-nr-7/))
Heute lässt sich diese Geschichte auf einem 2,5 Kilometer langen Geschichtspfad nachverfolgen. Er umfasst 13 Informationsstelen mit historischen Fotos und Texten in deutscher und englischer Sprache und führt vorbei an der ehemaligen Verwaltungszentrale, am Wohnhaus der Geheimdienstchefs, am Kasernengelände des Wachbataillons und an weiteren baulichen Relikten. Ein maßstabsgetreues Stadtteilmodell im Innenhof der Gedenkstätte hilft, den historischen Raum besser zu verstehen, und macht die Nähe zu markanten Orten wie Schloss Cecilienhof oder der Berliner Mauer sichtbar. Für Besucherinnen und Besucher ist das sehr hilfreich, weil sich so aus der abstrakten Geschichte ein begehbarer Raum ergibt. Der Geschichtspfad verbindet Erinnerung, Stadtraum und Topografie und erklärt, warum der Ort nicht nur als einzelne Gedenkstätte, sondern als Teil eines größeren historischen Netzwerks verstanden werden muss. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/))
Barrierefreiheit, Kinder und Besuchsordnung
Die Gedenkstätte ist bemüht, Besucherinnen und Besuchern praktische Unterstützung zu geben, aber die baulichen Gegebenheiten eines historischen Gefängnisses setzen klare Grenzen. Das Besucherinformationszentrum inklusive Veranstaltungsraum und Bibliothek ist barrierefrei; es gibt dort auch ein Behinderten-WC. Das historische Gefängnisgebäude, in dem sich die Dauerausstellung befindet, ist aus Gründen des Denkmalschutzes jedoch nicht barrierefrei. Für Rollstuhlfahrer ist der Zugang zum ehemaligen Gefängnisareal nur eingeschränkt möglich. Gleichzeitig gibt es positive Aspekte: Das Bronze- bzw. Tastmodell im Innenhof kann ertastet werden und enthält Braille-Beschriftungen, was für sehschwache und blinde Besucherinnen und Besucher hilfreich ist. Wer Unterstützung benötigt, kann sich im Besucherzentrum an das Personal wenden. Diese Mischung aus Zugänglichkeit und baulichen Grenzen sollte man vor dem Besuch realistisch einplanen. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/barrierefreiheit/?utm_source=openai))
Auch die Besuchsordnung zeigt, dass dieser Ort besondere Rücksicht verlangt. Hunde dürfen mit Ausnahme von Assistenzhunden nicht in das ehemalige Gefängnisgelände mitgebracht werden. Essen, Trinken und Rauchen sind auf dem Gelände nicht erwünscht, weil es sich um einen Ort des Gedenkens handelt. Für Taschen, Kinder und Kleidung gelten ebenfalls Hinweise, die dem Schutz des Gebäudes und dem respektvollen Besuch dienen. Familien sollten vor allem wissen, dass die Kellerzellen wegen ihrer bedrückenden Atmosphäre für Kinder unter zwölf Jahren nicht empfohlen werden. Diese Hinweise sind kein Ausdruck von Abgrenzung, sondern Teil eines sensiblen Umgangs mit einem historischen Haftort, der Gewalt, Isolation und staatliche Repression erinnert. Wer diese Regeln mitbringt, erlebt die Gedenkstätte nicht als bloßes Museum, sondern als reflektierten Ort des Innehaltens und Verstehens. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/en/service/faq/))
Quellen:
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Startseite
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Öffnungszeiten und Anfahrt
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Dauerausstellungen
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Führungen
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Häufige Fragen
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Barrierefreiheit
Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße | Anfahrt & Führungen
Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam ist ein Ort, an dem Stadtgeschichte, Gewaltgeschichte und Erinnerungskultur auf besondere Weise zusammenkommen. Das Areal liegt in der Leistikowstraße 1 in der Nauener Vorstadt und gehört heute zur Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Bekannt ist der Ort vor allem als ehemaliges sowjetisches Untersuchungsgefängnis und als Teil der sowjetischen Geheimdienststadt Militärstädtchen Nr. 7. Gleichzeitig erzählt die Adresse auch von ihrer früheren Nutzung als Sitz der Evangelischen Frauenhilfe. Genau diese mehrschichtige Geschichte macht den Ort so eindrücklich: ein Haus, das im Lauf des 20. Jahrhunderts erst als kirchliche Einrichtung, dann als Haftort und heute als Gedenkstätte und Bildungsort genutzt wird. Wer nach Gedenkstätte Potsdam, Leistikowstraße Potsdam oder Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße sucht, findet hier keinen klassischen Veranstaltungsort, sondern einen historischen Erinnerungsraum mit hoher Authentizität und großem dokumentarischem Wert. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/))
Besonders bemerkenswert ist, dass die Gedenkstätte ihre Geschichte nicht nur zeigt, sondern methodisch erschließt: mit Dauerausstellung, historischen Fotografien, Biografien, Medienstationen, Führungen, Audioguide und einem Geschichtspfad im Umfeld des ehemaligen Sperrgebiets. Damit wird aus einem einzelnen Gebäude ein größerer Lern- und Erinnerungsraum, der die Geschichte der sowjetischen Besatzungszeit und des Kalten Krieges in Potsdam nachvollziehbar macht. Wer sich für Fotos, Rezensionen oder praktische Besucherinformationen interessiert, sucht oft nach den gleichen Fragen: Wie komme ich hin, wie lange dauert der Besuch, gibt es Parkplätze, und was genau sieht man vor Ort? Genau diese Punkte sind für die Planung entscheidend, denn die Gedenkstätte verbindet einen emotional belastenden historischen Ort mit sehr konkreten Serviceinformationen für heutige Besucherinnen und Besucher. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/oeffnungszeiten-und-anfahrt/))
Anfahrt, Öffnungszeiten und Parken
Die Anfahrt zur Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut möglich und auf der offiziellen Website klar beschrieben. Vom Potsdamer Hauptbahnhof fahren unter anderem die Tram 92 in Richtung Kirschallee und die Tram 96 in Richtung Campus Jungfernsee bis zur Haltestelle Puschkinallee/Alexandrowka; von dort dauert der Fußweg zur Leistikowstraße 1 etwa zehn Minuten. Eine weitere Möglichkeit ist die Fahrt mit Tram 96, Bus 638 oder Bus 609 bis Reiterweg/Alleestraße und dann der Umstieg in den Bus 603 bis Glumestraße; von dort sind es noch ungefähr drei Minuten zu Fuß. Für Gäste, die mit Bus und Tram anreisen, ist der Weg also relativ leicht planbar. Die offizielle Adresse lautet Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/oeffnungszeiten-und-anfahrt/))
Wer mit dem Auto kommt, sollte beachten, dass an der Gedenkstätte selbst keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Der nächstgelegene Parkplatz befindet sich am Schloss Cecilienhof und liegt ungefähr acht Gehminuten entfernt. Das ist für Besucherinnen und Besucher wichtig, die gezielt nach Parken Leistikowstraße oder Parken Gedenkstätte Potsdam suchen. Die Öffnungszeiten sind saisonal geregelt: Von April bis Oktober ist die Gedenkstätte von Dienstag bis Sonntag zwischen 14.00 und 18.00 Uhr geöffnet, von November bis März von Dienstag bis Sonntag zwischen 13.00 und 17.00 Uhr. Montags bleibt die Einrichtung geschlossen. Diese Struktur ist für eine Gedenkstätte sinnvoll, weil sie einen verlässlichen Rahmen für Individualbesuche, Führungen und pädagogische Angebote schafft. Der Besuch lässt sich dadurch gut mit einem Spaziergang durch die Nauener Vorstadt oder mit einem Abstecher in das Umfeld von Cecilienhof verbinden. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/oeffnungszeiten-und-anfahrt/))
Eintritt frei, Besuchszeit und praktische Hinweise
Ein zentraler Vorteil für alle, die nach Eintritt frei Gedenkstätte Potsdam oder Eintritt Leistikowstraße suchen, ist die kostenfreie Nutzung für Einzelbesucher. Die Gedenkstätte nennt den Eintritt ausdrücklich frei; wer möchte, kann im Besucherzentrum eine Spende hinterlassen und so die Arbeit unterstützen. Für die Planung ist außerdem hilfreich, dass die offizielle FAQ mindestens eine Stunde für den Besuch der Dauerausstellung empfiehlt. Diese Zeitangabe ist realistisch, weil die Ausstellung nicht nur aus einzelnen Objektinformationen besteht, sondern viele Ebenen zusammenführt: historische Räume, Texte, Fotos, Biografien und Medienstationen. Wer sich ohne Zeitdruck bewegen möchte, sollte eher etwas länger einplanen, zumal auch der Außenbereich und der Geschichtspfad zusätzliche Eindrücke bieten. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/en/service/faq/))
Zu den praktischen Hinweisen gehören auch Regeln, die den Charakter des Ortes schützen sollen. Taschen und Rucksäcke müssen vor dem Betreten der Ausstellung in Schließfächern im Besucherzentrum deponiert werden; dafür wird eine 1-Euro-Münze benötigt, die nach dem Öffnen zurückgegeben wird. Das Gebäude ist in der kalten Jahreszeit wenig beheizt, weshalb passende Kleidung empfohlen wird. Fotografieren und Filmen ist für private Zwecke erlaubt, für professionelle oder kommerzielle Zwecke braucht man vorher eine Genehmigung. Wer mit Kindern kommt, sollte wissen, dass die Kellerzellen wegen ihrer bedrückenden Atmosphäre für Kinder unter zwölf Jahren nicht empfohlen werden. Diese Hinweise sind keine formalen Hürden, sondern Ausdruck des Respekts vor einem historischen Haftort, an dem viele Menschen gelitten haben. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/en/service/faq/))
Dauerausstellung im ehemaligen Untersuchungsgefängnis
Die Dauerausstellung der Gedenkstätte ist das Herzstück des Besuchs. Sie erstreckt sich über alle drei Etagen des ehemaligen Untersuchungsgefängnisses der sowjetischen Spionageabwehr und macht die wechselvolle Geschichte des Ortes an seinem authentischen Schauplatz erfahrbar. Das Gebäude selbst ist das wichtigste Exponat: Es wurde weitgehend erhalten und zeigt damit nicht nur Informationen über die Vergangenheit, sondern auch die räumlichen Bedingungen von Haft, Kontrolle und Isolation. Besonders eindrücklich sind die Kellerzellen mit ihren kargen Holzpritschen, die auf die Entbehrungen der 1940er- und 1950er-Jahre verweisen, während die oberen Etagen stärker die Gefängnisnutzung der 1970er-Jahre sichtbar machen. In den Zellenwänden erhaltene Inschriften verstärken den Eindruck von Enge, Verzweiflung und Entrechtung. Genau deshalb wird die Dauerausstellung oft als eines der authentischsten historischen Haftorte in Brandenburg beschrieben. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/))
Inhaltlich konzentriert sich die Ausstellung nicht nur auf Architektur oder Verwaltungsgeschichte, sondern vor allem auf Menschen. Historische Fotos, Originalobjekte, Zeitzeugeninterviews und 50 Biografien geben Einblick in die Häftlingsgruppen und ihre Schicksale. Dazu gehören deutsche und sowjetische Gefangene, die aus sehr unterschiedlichen Gründen inhaftiert wurden: wegen vermeintlicher oder tatsächlicher Spionage, wegen Fahnenflucht, anderer Dienstvergehen oder auch aufgrund falscher Verdächtigungen und unbeteiligter Lebensumstände. Die Militärspionageabwehr nutzte den Ort als Instrument zur Sicherung ihrer Truppen und zur Kontrolle politischer und militärischer Loyalität. Für Besucherinnen und Besucher ist gerade diese Verbindung aus persönlichem Schicksal und politischer Funktion zentral, weil sie den historischen Ort über eine reine Gebäudeerzählung hinaushebt. Ergänzend gibt es eine virtuelle 360°-Tour und eine Audioführung durch die Ausstellung, was den Zugang zusätzlich erleichtert. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/))
Geschichte des Ortes von 1916 bis 2008
Die Geschichte der Leistikowstraße beginnt lange vor der Zeit als Haftort. 1916 errichtete der Evangelisch-Kirchliche Hilfsverein an der heutigen Adresse Leistikowstraße 1 ein repräsentatives Pfarrhaus. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs diente die Villa als Sitz der Evangelischen Frauenhilfe. Im Gebäude befanden sich außerdem Redaktionsräume, Wohnräume des geschäftsführenden Pfarrers und der Vikarin sowie Räume für die organisatorische Arbeit des Vereins. Diese frühe Nutzungsphase ist wichtig, weil sie zeigt, dass der Ort nicht ursprünglich für Repression geschaffen wurde, sondern aus einem kirchlich-sozialen Kontext stammt. Die spätere Umnutzung durch die sowjetische Besatzungsmacht veränderte den Charakter des Hauses grundlegend und machte aus einem religiös-sozialen Gebäude einen Ort des Verhörs, der Isolation und der Haft. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/geschichte/1916-1945-sitz-der-evangelischen-frauenhilfe/))
Ab 1945 begann die eigentliche Geschichte des sowjetischen Untersuchungsgefängnisses. Das ehemalige Pfarrhaus wurde zum zentralen Untersuchungs- und Durchgangsgefängnis der sowjetischen Militärspionageabwehr umgebaut und blieb dies bis 1991. Die offizielle Darstellung beschreibt, dass hier Menschen aus sehr unterschiedlichen Zusammenhängen festgehalten wurden, darunter NS-Täter, Spione, Deserteure und auch völlig Unbeteiligte. Parallel entwickelte sich rund um das Gefängnis die Geheimdienststadt Militärstädtchen Nr. 7, ein hoch gesichertes Areal mit Verwaltungsgebäuden, Kasernierung, medizinischer Versorgung, eigenen Versorgungsstrukturen und stark abgeschirmten Wegen. Nach dem Abzug der letzten Militäreinheiten im Jahr 1994 begann das bürgerschaftliche Engagement für den Erhalt des Gebäudes. Am 5. Dezember 2008 wurde die Gedenk- und Begegnungsstätte schließlich gegründet; seit dem 30. Juni 2023 ist sie vollumfänglich Teil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Diese Entwicklung vom kirchlichen Haus über das Gefängnis bis zum pädagogischen Erinnerungsort erklärt, warum die Adresse heute so viel historische Tiefe besitzt. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/geschichte/1945-1994-geheimdienststadt-militaerstaedtchen-nr-7/))
Führungen, Audioguide und 360°-Tour
Wer die Gedenkstätte nicht nur selbstständig, sondern begleitet erleben möchte, findet ein breites Führungsangebot. Die klassischen Rundgänge thematisieren das sowjetische Untersuchungsgefängnis ebenso wie die Geheimdienststadt Militärstädtchen Nr. 7. Laut offizieller Beschreibung dauern die Führungen in der Regel 60 Minuten und werden für Besucherinnen und Besucher ab 15 Jahren empfohlen. Dabei werden die Geschichte des Ortes, die räumliche Struktur und die Biografien ehemaliger Häftlinge miteinander verbunden. Besonders wichtig ist der dialogische Ansatz: Fragen und Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht. Das macht die Führungen zu einer geeigneten Form für Schulklassen, Gruppen, Vereine und alle, die tiefer in die Geschichte eintauchen möchten. Wer nach Führungen Leistikowstraße Potsdam sucht, findet also kein standardisiertes Tourismusprodukt, sondern ein didaktisch starkes Vermittlungsangebot mit klarem Bezug zum historischen Ort. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/bildung/fuehrungen/))
Ergänzt werden die Führungen durch digitale Angebote. Die Dauerausstellung verfügt über einen kostenfreien Audioguide, der etwa 60 Minuten dauert und an 22 Stationen durch die Geschichte des Ortes führt. Für den Audioguide nutzt man das eigene Smartphone oder Tablet; Kopfhörer können im Besucherzentrum ausgeliehen werden, und vor Ort steht kostenfreies WLAN zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen Audiowalk zu den Spuren der sowjetischen Geheimdienststadt, der die 13 Informationsstelen des Geschichtspfades ergänzt und Hintergrundwissen, Fotos sowie Zeitzeugenberichte vermittelt. Wer lieber virtuell unterwegs ist, kann außerdem an einer 360°-Onlineführung teilnehmen. Für Gruppen steht ein digitales Modell des ehemaligen Gefängnisgebäudes bereit, über das auch Bereiche zugänglich werden, die bei klassischen Rundgängen nicht betreten werden. Die Gedenkstätte kombiniert damit analoge Authentizität mit moderner Vermittlung auf bemerkenswert konsequente Weise. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/audioguides/?utm_source=openai))
Militärstädtchen Nr. 7 und der Geschichtspfad
Ein besonderes Suchthema rund um die Leistikowstraße ist Militärstädtchen Nr. 7. Dieser Begriff bezeichnet die sowjetische Geheimdienststadt in der Nauener Vorstadt, deren Zentrum sich rund um das Gefängnis und die benachbarten Gebäude entwickelte. Laut offizieller Darstellung war das Areal einer der wichtigsten nachrichtendienstlichen Vorposten der Sowjetunion an der Nahtstelle zu Westeuropa. Bereits 1945 wurden erste Gebäude beschlagnahmt, nach der Potsdamer Konferenz wuchs das Gelände auf 16 Hektar mit rund 100 Gebäuden an. Die Infrastruktur umfasste nicht nur Verwaltung und Haft, sondern auch Wohnräume, Kantinen, Krankenstationen, Geschäfte, Lager, Sport- und Freizeitanlagen sowie eigene Kommunikationsstrukturen. Das macht verständlich, warum der Ort als nahezu autarker, stark abgeschirmter Komplex beschrieben wird. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/geschichte/1945-1994-geheimdienststadt-militaerstaedtchen-nr-7/))
Heute lässt sich diese Geschichte auf einem 2,5 Kilometer langen Geschichtspfad nachverfolgen. Er umfasst 13 Informationsstelen mit historischen Fotos und Texten in deutscher und englischer Sprache und führt vorbei an der ehemaligen Verwaltungszentrale, am Wohnhaus der Geheimdienstchefs, am Kasernengelände des Wachbataillons und an weiteren baulichen Relikten. Ein maßstabsgetreues Stadtteilmodell im Innenhof der Gedenkstätte hilft, den historischen Raum besser zu verstehen, und macht die Nähe zu markanten Orten wie Schloss Cecilienhof oder der Berliner Mauer sichtbar. Für Besucherinnen und Besucher ist das sehr hilfreich, weil sich so aus der abstrakten Geschichte ein begehbarer Raum ergibt. Der Geschichtspfad verbindet Erinnerung, Stadtraum und Topografie und erklärt, warum der Ort nicht nur als einzelne Gedenkstätte, sondern als Teil eines größeren historischen Netzwerks verstanden werden muss. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/))
Barrierefreiheit, Kinder und Besuchsordnung
Die Gedenkstätte ist bemüht, Besucherinnen und Besuchern praktische Unterstützung zu geben, aber die baulichen Gegebenheiten eines historischen Gefängnisses setzen klare Grenzen. Das Besucherinformationszentrum inklusive Veranstaltungsraum und Bibliothek ist barrierefrei; es gibt dort auch ein Behinderten-WC. Das historische Gefängnisgebäude, in dem sich die Dauerausstellung befindet, ist aus Gründen des Denkmalschutzes jedoch nicht barrierefrei. Für Rollstuhlfahrer ist der Zugang zum ehemaligen Gefängnisareal nur eingeschränkt möglich. Gleichzeitig gibt es positive Aspekte: Das Bronze- bzw. Tastmodell im Innenhof kann ertastet werden und enthält Braille-Beschriftungen, was für sehschwache und blinde Besucherinnen und Besucher hilfreich ist. Wer Unterstützung benötigt, kann sich im Besucherzentrum an das Personal wenden. Diese Mischung aus Zugänglichkeit und baulichen Grenzen sollte man vor dem Besuch realistisch einplanen. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/barrierefreiheit/?utm_source=openai))
Auch die Besuchsordnung zeigt, dass dieser Ort besondere Rücksicht verlangt. Hunde dürfen mit Ausnahme von Assistenzhunden nicht in das ehemalige Gefängnisgelände mitgebracht werden. Essen, Trinken und Rauchen sind auf dem Gelände nicht erwünscht, weil es sich um einen Ort des Gedenkens handelt. Für Taschen, Kinder und Kleidung gelten ebenfalls Hinweise, die dem Schutz des Gebäudes und dem respektvollen Besuch dienen. Familien sollten vor allem wissen, dass die Kellerzellen wegen ihrer bedrückenden Atmosphäre für Kinder unter zwölf Jahren nicht empfohlen werden. Diese Hinweise sind kein Ausdruck von Abgrenzung, sondern Teil eines sensiblen Umgangs mit einem historischen Haftort, der Gewalt, Isolation und staatliche Repression erinnert. Wer diese Regeln mitbringt, erlebt die Gedenkstätte nicht als bloßes Museum, sondern als reflektierten Ort des Innehaltens und Verstehens. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/en/service/faq/))
Quellen:
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Startseite
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Öffnungszeiten und Anfahrt
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Dauerausstellungen
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Führungen
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Häufige Fragen
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Barrierefreiheit
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße | Anfahrt & Führungen
Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam ist ein Ort, an dem Stadtgeschichte, Gewaltgeschichte und Erinnerungskultur auf besondere Weise zusammenkommen. Das Areal liegt in der Leistikowstraße 1 in der Nauener Vorstadt und gehört heute zur Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Bekannt ist der Ort vor allem als ehemaliges sowjetisches Untersuchungsgefängnis und als Teil der sowjetischen Geheimdienststadt Militärstädtchen Nr. 7. Gleichzeitig erzählt die Adresse auch von ihrer früheren Nutzung als Sitz der Evangelischen Frauenhilfe. Genau diese mehrschichtige Geschichte macht den Ort so eindrücklich: ein Haus, das im Lauf des 20. Jahrhunderts erst als kirchliche Einrichtung, dann als Haftort und heute als Gedenkstätte und Bildungsort genutzt wird. Wer nach Gedenkstätte Potsdam, Leistikowstraße Potsdam oder Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße sucht, findet hier keinen klassischen Veranstaltungsort, sondern einen historischen Erinnerungsraum mit hoher Authentizität und großem dokumentarischem Wert. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/))
Besonders bemerkenswert ist, dass die Gedenkstätte ihre Geschichte nicht nur zeigt, sondern methodisch erschließt: mit Dauerausstellung, historischen Fotografien, Biografien, Medienstationen, Führungen, Audioguide und einem Geschichtspfad im Umfeld des ehemaligen Sperrgebiets. Damit wird aus einem einzelnen Gebäude ein größerer Lern- und Erinnerungsraum, der die Geschichte der sowjetischen Besatzungszeit und des Kalten Krieges in Potsdam nachvollziehbar macht. Wer sich für Fotos, Rezensionen oder praktische Besucherinformationen interessiert, sucht oft nach den gleichen Fragen: Wie komme ich hin, wie lange dauert der Besuch, gibt es Parkplätze, und was genau sieht man vor Ort? Genau diese Punkte sind für die Planung entscheidend, denn die Gedenkstätte verbindet einen emotional belastenden historischen Ort mit sehr konkreten Serviceinformationen für heutige Besucherinnen und Besucher. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/oeffnungszeiten-und-anfahrt/))
Anfahrt, Öffnungszeiten und Parken
Die Anfahrt zur Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut möglich und auf der offiziellen Website klar beschrieben. Vom Potsdamer Hauptbahnhof fahren unter anderem die Tram 92 in Richtung Kirschallee und die Tram 96 in Richtung Campus Jungfernsee bis zur Haltestelle Puschkinallee/Alexandrowka; von dort dauert der Fußweg zur Leistikowstraße 1 etwa zehn Minuten. Eine weitere Möglichkeit ist die Fahrt mit Tram 96, Bus 638 oder Bus 609 bis Reiterweg/Alleestraße und dann der Umstieg in den Bus 603 bis Glumestraße; von dort sind es noch ungefähr drei Minuten zu Fuß. Für Gäste, die mit Bus und Tram anreisen, ist der Weg also relativ leicht planbar. Die offizielle Adresse lautet Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/oeffnungszeiten-und-anfahrt/))
Wer mit dem Auto kommt, sollte beachten, dass an der Gedenkstätte selbst keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Der nächstgelegene Parkplatz befindet sich am Schloss Cecilienhof und liegt ungefähr acht Gehminuten entfernt. Das ist für Besucherinnen und Besucher wichtig, die gezielt nach Parken Leistikowstraße oder Parken Gedenkstätte Potsdam suchen. Die Öffnungszeiten sind saisonal geregelt: Von April bis Oktober ist die Gedenkstätte von Dienstag bis Sonntag zwischen 14.00 und 18.00 Uhr geöffnet, von November bis März von Dienstag bis Sonntag zwischen 13.00 und 17.00 Uhr. Montags bleibt die Einrichtung geschlossen. Diese Struktur ist für eine Gedenkstätte sinnvoll, weil sie einen verlässlichen Rahmen für Individualbesuche, Führungen und pädagogische Angebote schafft. Der Besuch lässt sich dadurch gut mit einem Spaziergang durch die Nauener Vorstadt oder mit einem Abstecher in das Umfeld von Cecilienhof verbinden. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/oeffnungszeiten-und-anfahrt/))
Eintritt frei, Besuchszeit und praktische Hinweise
Ein zentraler Vorteil für alle, die nach Eintritt frei Gedenkstätte Potsdam oder Eintritt Leistikowstraße suchen, ist die kostenfreie Nutzung für Einzelbesucher. Die Gedenkstätte nennt den Eintritt ausdrücklich frei; wer möchte, kann im Besucherzentrum eine Spende hinterlassen und so die Arbeit unterstützen. Für die Planung ist außerdem hilfreich, dass die offizielle FAQ mindestens eine Stunde für den Besuch der Dauerausstellung empfiehlt. Diese Zeitangabe ist realistisch, weil die Ausstellung nicht nur aus einzelnen Objektinformationen besteht, sondern viele Ebenen zusammenführt: historische Räume, Texte, Fotos, Biografien und Medienstationen. Wer sich ohne Zeitdruck bewegen möchte, sollte eher etwas länger einplanen, zumal auch der Außenbereich und der Geschichtspfad zusätzliche Eindrücke bieten. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/en/service/faq/))
Zu den praktischen Hinweisen gehören auch Regeln, die den Charakter des Ortes schützen sollen. Taschen und Rucksäcke müssen vor dem Betreten der Ausstellung in Schließfächern im Besucherzentrum deponiert werden; dafür wird eine 1-Euro-Münze benötigt, die nach dem Öffnen zurückgegeben wird. Das Gebäude ist in der kalten Jahreszeit wenig beheizt, weshalb passende Kleidung empfohlen wird. Fotografieren und Filmen ist für private Zwecke erlaubt, für professionelle oder kommerzielle Zwecke braucht man vorher eine Genehmigung. Wer mit Kindern kommt, sollte wissen, dass die Kellerzellen wegen ihrer bedrückenden Atmosphäre für Kinder unter zwölf Jahren nicht empfohlen werden. Diese Hinweise sind keine formalen Hürden, sondern Ausdruck des Respekts vor einem historischen Haftort, an dem viele Menschen gelitten haben. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/en/service/faq/))
Dauerausstellung im ehemaligen Untersuchungsgefängnis
Die Dauerausstellung der Gedenkstätte ist das Herzstück des Besuchs. Sie erstreckt sich über alle drei Etagen des ehemaligen Untersuchungsgefängnisses der sowjetischen Spionageabwehr und macht die wechselvolle Geschichte des Ortes an seinem authentischen Schauplatz erfahrbar. Das Gebäude selbst ist das wichtigste Exponat: Es wurde weitgehend erhalten und zeigt damit nicht nur Informationen über die Vergangenheit, sondern auch die räumlichen Bedingungen von Haft, Kontrolle und Isolation. Besonders eindrücklich sind die Kellerzellen mit ihren kargen Holzpritschen, die auf die Entbehrungen der 1940er- und 1950er-Jahre verweisen, während die oberen Etagen stärker die Gefängnisnutzung der 1970er-Jahre sichtbar machen. In den Zellenwänden erhaltene Inschriften verstärken den Eindruck von Enge, Verzweiflung und Entrechtung. Genau deshalb wird die Dauerausstellung oft als eines der authentischsten historischen Haftorte in Brandenburg beschrieben. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/))
Inhaltlich konzentriert sich die Ausstellung nicht nur auf Architektur oder Verwaltungsgeschichte, sondern vor allem auf Menschen. Historische Fotos, Originalobjekte, Zeitzeugeninterviews und 50 Biografien geben Einblick in die Häftlingsgruppen und ihre Schicksale. Dazu gehören deutsche und sowjetische Gefangene, die aus sehr unterschiedlichen Gründen inhaftiert wurden: wegen vermeintlicher oder tatsächlicher Spionage, wegen Fahnenflucht, anderer Dienstvergehen oder auch aufgrund falscher Verdächtigungen und unbeteiligter Lebensumstände. Die Militärspionageabwehr nutzte den Ort als Instrument zur Sicherung ihrer Truppen und zur Kontrolle politischer und militärischer Loyalität. Für Besucherinnen und Besucher ist gerade diese Verbindung aus persönlichem Schicksal und politischer Funktion zentral, weil sie den historischen Ort über eine reine Gebäudeerzählung hinaushebt. Ergänzend gibt es eine virtuelle 360°-Tour und eine Audioführung durch die Ausstellung, was den Zugang zusätzlich erleichtert. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/))
Geschichte des Ortes von 1916 bis 2008
Die Geschichte der Leistikowstraße beginnt lange vor der Zeit als Haftort. 1916 errichtete der Evangelisch-Kirchliche Hilfsverein an der heutigen Adresse Leistikowstraße 1 ein repräsentatives Pfarrhaus. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs diente die Villa als Sitz der Evangelischen Frauenhilfe. Im Gebäude befanden sich außerdem Redaktionsräume, Wohnräume des geschäftsführenden Pfarrers und der Vikarin sowie Räume für die organisatorische Arbeit des Vereins. Diese frühe Nutzungsphase ist wichtig, weil sie zeigt, dass der Ort nicht ursprünglich für Repression geschaffen wurde, sondern aus einem kirchlich-sozialen Kontext stammt. Die spätere Umnutzung durch die sowjetische Besatzungsmacht veränderte den Charakter des Hauses grundlegend und machte aus einem religiös-sozialen Gebäude einen Ort des Verhörs, der Isolation und der Haft. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/geschichte/1916-1945-sitz-der-evangelischen-frauenhilfe/))
Ab 1945 begann die eigentliche Geschichte des sowjetischen Untersuchungsgefängnisses. Das ehemalige Pfarrhaus wurde zum zentralen Untersuchungs- und Durchgangsgefängnis der sowjetischen Militärspionageabwehr umgebaut und blieb dies bis 1991. Die offizielle Darstellung beschreibt, dass hier Menschen aus sehr unterschiedlichen Zusammenhängen festgehalten wurden, darunter NS-Täter, Spione, Deserteure und auch völlig Unbeteiligte. Parallel entwickelte sich rund um das Gefängnis die Geheimdienststadt Militärstädtchen Nr. 7, ein hoch gesichertes Areal mit Verwaltungsgebäuden, Kasernierung, medizinischer Versorgung, eigenen Versorgungsstrukturen und stark abgeschirmten Wegen. Nach dem Abzug der letzten Militäreinheiten im Jahr 1994 begann das bürgerschaftliche Engagement für den Erhalt des Gebäudes. Am 5. Dezember 2008 wurde die Gedenk- und Begegnungsstätte schließlich gegründet; seit dem 30. Juni 2023 ist sie vollumfänglich Teil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Diese Entwicklung vom kirchlichen Haus über das Gefängnis bis zum pädagogischen Erinnerungsort erklärt, warum die Adresse heute so viel historische Tiefe besitzt. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/geschichte/1945-1994-geheimdienststadt-militaerstaedtchen-nr-7/))
Führungen, Audioguide und 360°-Tour
Wer die Gedenkstätte nicht nur selbstständig, sondern begleitet erleben möchte, findet ein breites Führungsangebot. Die klassischen Rundgänge thematisieren das sowjetische Untersuchungsgefängnis ebenso wie die Geheimdienststadt Militärstädtchen Nr. 7. Laut offizieller Beschreibung dauern die Führungen in der Regel 60 Minuten und werden für Besucherinnen und Besucher ab 15 Jahren empfohlen. Dabei werden die Geschichte des Ortes, die räumliche Struktur und die Biografien ehemaliger Häftlinge miteinander verbunden. Besonders wichtig ist der dialogische Ansatz: Fragen und Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht. Das macht die Führungen zu einer geeigneten Form für Schulklassen, Gruppen, Vereine und alle, die tiefer in die Geschichte eintauchen möchten. Wer nach Führungen Leistikowstraße Potsdam sucht, findet also kein standardisiertes Tourismusprodukt, sondern ein didaktisch starkes Vermittlungsangebot mit klarem Bezug zum historischen Ort. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/bildung/fuehrungen/))
Ergänzt werden die Führungen durch digitale Angebote. Die Dauerausstellung verfügt über einen kostenfreien Audioguide, der etwa 60 Minuten dauert und an 22 Stationen durch die Geschichte des Ortes führt. Für den Audioguide nutzt man das eigene Smartphone oder Tablet; Kopfhörer können im Besucherzentrum ausgeliehen werden, und vor Ort steht kostenfreies WLAN zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen Audiowalk zu den Spuren der sowjetischen Geheimdienststadt, der die 13 Informationsstelen des Geschichtspfades ergänzt und Hintergrundwissen, Fotos sowie Zeitzeugenberichte vermittelt. Wer lieber virtuell unterwegs ist, kann außerdem an einer 360°-Onlineführung teilnehmen. Für Gruppen steht ein digitales Modell des ehemaligen Gefängnisgebäudes bereit, über das auch Bereiche zugänglich werden, die bei klassischen Rundgängen nicht betreten werden. Die Gedenkstätte kombiniert damit analoge Authentizität mit moderner Vermittlung auf bemerkenswert konsequente Weise. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/audioguides/?utm_source=openai))
Militärstädtchen Nr. 7 und der Geschichtspfad
Ein besonderes Suchthema rund um die Leistikowstraße ist Militärstädtchen Nr. 7. Dieser Begriff bezeichnet die sowjetische Geheimdienststadt in der Nauener Vorstadt, deren Zentrum sich rund um das Gefängnis und die benachbarten Gebäude entwickelte. Laut offizieller Darstellung war das Areal einer der wichtigsten nachrichtendienstlichen Vorposten der Sowjetunion an der Nahtstelle zu Westeuropa. Bereits 1945 wurden erste Gebäude beschlagnahmt, nach der Potsdamer Konferenz wuchs das Gelände auf 16 Hektar mit rund 100 Gebäuden an. Die Infrastruktur umfasste nicht nur Verwaltung und Haft, sondern auch Wohnräume, Kantinen, Krankenstationen, Geschäfte, Lager, Sport- und Freizeitanlagen sowie eigene Kommunikationsstrukturen. Das macht verständlich, warum der Ort als nahezu autarker, stark abgeschirmter Komplex beschrieben wird. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/geschichte/1945-1994-geheimdienststadt-militaerstaedtchen-nr-7/))
Heute lässt sich diese Geschichte auf einem 2,5 Kilometer langen Geschichtspfad nachverfolgen. Er umfasst 13 Informationsstelen mit historischen Fotos und Texten in deutscher und englischer Sprache und führt vorbei an der ehemaligen Verwaltungszentrale, am Wohnhaus der Geheimdienstchefs, am Kasernengelände des Wachbataillons und an weiteren baulichen Relikten. Ein maßstabsgetreues Stadtteilmodell im Innenhof der Gedenkstätte hilft, den historischen Raum besser zu verstehen, und macht die Nähe zu markanten Orten wie Schloss Cecilienhof oder der Berliner Mauer sichtbar. Für Besucherinnen und Besucher ist das sehr hilfreich, weil sich so aus der abstrakten Geschichte ein begehbarer Raum ergibt. Der Geschichtspfad verbindet Erinnerung, Stadtraum und Topografie und erklärt, warum der Ort nicht nur als einzelne Gedenkstätte, sondern als Teil eines größeren historischen Netzwerks verstanden werden muss. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/))
Barrierefreiheit, Kinder und Besuchsordnung
Die Gedenkstätte ist bemüht, Besucherinnen und Besuchern praktische Unterstützung zu geben, aber die baulichen Gegebenheiten eines historischen Gefängnisses setzen klare Grenzen. Das Besucherinformationszentrum inklusive Veranstaltungsraum und Bibliothek ist barrierefrei; es gibt dort auch ein Behinderten-WC. Das historische Gefängnisgebäude, in dem sich die Dauerausstellung befindet, ist aus Gründen des Denkmalschutzes jedoch nicht barrierefrei. Für Rollstuhlfahrer ist der Zugang zum ehemaligen Gefängnisareal nur eingeschränkt möglich. Gleichzeitig gibt es positive Aspekte: Das Bronze- bzw. Tastmodell im Innenhof kann ertastet werden und enthält Braille-Beschriftungen, was für sehschwache und blinde Besucherinnen und Besucher hilfreich ist. Wer Unterstützung benötigt, kann sich im Besucherzentrum an das Personal wenden. Diese Mischung aus Zugänglichkeit und baulichen Grenzen sollte man vor dem Besuch realistisch einplanen. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/service/barrierefreiheit/?utm_source=openai))
Auch die Besuchsordnung zeigt, dass dieser Ort besondere Rücksicht verlangt. Hunde dürfen mit Ausnahme von Assistenzhunden nicht in das ehemalige Gefängnisgelände mitgebracht werden. Essen, Trinken und Rauchen sind auf dem Gelände nicht erwünscht, weil es sich um einen Ort des Gedenkens handelt. Für Taschen, Kinder und Kleidung gelten ebenfalls Hinweise, die dem Schutz des Gebäudes und dem respektvollen Besuch dienen. Familien sollten vor allem wissen, dass die Kellerzellen wegen ihrer bedrückenden Atmosphäre für Kinder unter zwölf Jahren nicht empfohlen werden. Diese Hinweise sind kein Ausdruck von Abgrenzung, sondern Teil eines sensiblen Umgangs mit einem historischen Haftort, der Gewalt, Isolation und staatliche Repression erinnert. Wer diese Regeln mitbringt, erlebt die Gedenkstätte nicht als bloßes Museum, sondern als reflektierten Ort des Innehaltens und Verstehens. ([leistikowstrasse-sbg.de](https://www.leistikowstrasse-sbg.de/en/service/faq/))
Quellen:
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Startseite
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Öffnungszeiten und Anfahrt
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Dauerausstellungen
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Führungen
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Häufige Fragen
- Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam - Barrierefreiheit
Bevorstehende Veranstaltungen
Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
Chris Quinn
25. April 2025
Ein erstaunliches Museum - mit tragischen, aber oft inspirierenden persönlichen Geschichten, die mit dem größeren historischen Narrativ der sowjetischen Besetzung verwoben sind; alles im Kontext des Ortes, an dem es passiert ist. Mindestens eine Stunde empfohlen, besser sind zwei, wenn ihr könnt. Das Museum öffnet erst um 14 Uhr und hat montags geschlossen. Seid euch bewusst, dass das Gefängnis Teil einer größeren Geschichte ist - die des Militärlagers Nr. 7 - die ebenfalls bedeutend und einen Besuch wert ist.
Virginia L
14. Mai 2024
Ich kann diesen kostenlosen Besuch des sowjetischen Gefängnisses nur empfehlen! Der Ort wurde originalgetreu erhalten und das Personal ist sehr nett! Sie bieten auch einen Audioguide, Toiletten und Schließfächer kostenlos an. Der Besuch ist sehr aufschlussreich! Sehr empfehlenswert!
Foodie Explorers
24. August 2025
Ausgezeichneter Ort. Die Empfangsdame war sehr freundlich und hilfsbereit. Trauriger Ort, aber es gibt viele Informationen.
S F
19. Mai 2018
Schön gestaltetes Museum und es ist kostenlos! Ich habe hier etwa 1 Stunde verbracht. Es zeigt und erklärt das Leiden einiger deutscher Zivilisten, die fälschlicherweise als Spione beschuldigt wurden und verfolgt sowie hart verhört wurden. Definitiv einen Besuch wert!
Michiel Buitelaar
18. Juli 2018
Leise überwältigend. Beängstigend und bedrohlich. Sehr gute, sehr wünschenswerte Archivierung von ziemlich aktuellen schlechten Dingen. Zeigt auch, dass die russische Maschine überflüssig wurde, während die STASI professionell und autark wurde: Dieses Gebäude wurde weniger wichtig.

