Dreamland/Territorium der Träume im Waschhaus: Potsdams Traumpark wird zur Bühne


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Ein Traumpark aus Klang, Licht und bewegten Dingen in Potsdam
UNIDRAM öffnet mit Dreamland/Territorium der Träume von Théâtre Rude Ingénierie einen Raum, in dem Theater, kinetische Installation und poetische Ingenieurskunst ineinander greifen. Am 5. November 2026 verwandelt sich das Waschhaus in der Schiffbauergasse in ein begehbares Miniaturreich, das mit Perspektiven spielt, Erinnerungen an Spektakelarchitekturen wachruft und das Publikum mitten in eine nonverbale Traumlandschaft zieht.
Wenn Objekte zu Darstellern werden
Théâtre Rude Ingénierie aus Québec steht für eine Form der Bühnenkunst, in der Technik nicht bloß Werkzeug bleibt, sondern Mitspieler wird. Das Ensemble verbindet Klangkunst, Robotik, Performance und visuelle Poesie zu einem Bühnenerlebnis, das eher entdeckt als betrachtet wird. In Dreamland/Territorium der Träume begegnen sich disparate Objekte, recycelte Materialien und fein justierte Mechanik wie in einem lebendigen Modelltheater.
Zwischen Coney Island und Gegenwart
Die Inszenierung nimmt Bezug auf Dreamland auf Coney Island, jenen 1904 eröffneten Vergnügungspark, der als Symbol moderner Spektakel- und Konsumgesellschaft gilt. Genau hier setzt die Dramaturgie an: Das Publikum umrundet das dokumentarisch-fiktionale Wunderland frei im Raum, verfolgt Details per Kamera und erlebt, wie sich Maßstab, Blick und Vorstellungskraft ständig verschieben. Aus Nähe wird Verfremdung, aus Schau ein Nachdenken über Traum und Wirklichkeit.
Kinetische Installation mit starkem Sog
Die Bewegung entsteht nicht nur auf der Bühne, sondern im gesamten Raum. Das Werk ist als kinetische Installation angelegt, die sich individuell in der Dauer erschließen lässt und ohne Sprache auskommt. Gerade darin liegt die Kraft dieses Formats: Die Theatralik kommt aus der Materialität, aus Lichtstimmung, akustischer Präzision und den kleinen Wundern, wenn Mechanik plötzlich Emotion erzeugt. Für das Publikum entsteht eine außergewöhnliche Theateratmosphäre zwischen Staunen, Neugier und feiner Irritation.
UNIDRAM als Festivalrahmen mit Haltung
Als Teil des UNIDRAM-Programms fügt sich die Produktion in ein Festival ein, das seit Jahrzehnten internationale Gegenwartskunst nach Potsdam bringt. Der Ort Schiffbauergasse verstärkt diese Wirkung: ein Kulturquartier am Wasser, lebendig, offen und bestens geeignet für Formate, die Grenzen zwischen Installation, Performance und Bildkunst überschreiten. Die Publikumsreaktion dürfte entsprechend intensiv ausfallen, denn hier begegnet man keinem klassischen Abend im Theatersessel, sondern einem Erlebnisraum voller Überraschungen.
Fazit: Ein freier Eintritt in ein außergewöhnliches Traumterritorium
Dreamland/Territorium der Träume verspricht ein visuell starkes, intellektuell reizvolles und sinnlich offenes Bühnenerlebnis. Wer Theater jenseits der gewohnten Form sucht, findet hier eine Installation, die staunen lässt und zugleich klug von Spektakel, Erinnerung und Wahrnehmung erzählt. Ein Abend, den man in Potsdam live erleben sollte.
Offizielle Kanäle von Théâtre Rude Ingénierie:
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- Website: https://rudeingenierie.com/fr










