Traumpartie nach Strindberg im T-Werk: Theater zwischen Traum und Wirklichkeit


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Traumpartie nach Strindberg: Wenn die Wirklichkeit ins Wanken gerät
Ein Verdacht liegt in der Luft: Etwas stimmt nicht. Mit Traumpartie nach Strindberg bringt das inklusive Theater MITEINANDERs am 23. September 2026 eine theatrale Expedition im T-Werk Potsdam auf die Bühne. Die Inszenierung nach August Strindbergs Ein Traumspiel folgt einer Göttertochter, die aus einer fremden Sphäre auf die Erde blickt und dort zwischen Spiel und Wirklichkeit, Erkenntnis und Täuschung ihren Weg sucht.
Eine Göttertochter zwischen Spiel und Wirklichkeit
Strindbergs Traumwelt öffnet einen Bühnenraum, in dem feste Gewissheiten ins Rutschen geraten. Was zunächst bekannt erscheint, verwandelt sich in eine irritierende, poetische Versuchsanordnung. Die Protagonistinnen und Protagonisten erkunden mit eigener Perspektive das Bestehende und das Mögliche. Dabei verschieben sich die Grenzen zwischen dichterischer Freiheit, gesellschaftlicher Beobachtung und den verschlungenen Wegen des Bewusstseins.
Inklusive Schauspielkunst mit eigener Perspektive
Im Zentrum des Bühnenerlebnisses steht das Zusammenspiel von Beschäftigten der Werkstätten im Oberlinhaus und professionellen Performerinnen und Performern. Die Theaterwerkstatt ermöglicht den Werkstatt-Beschäftigten kontinuierliches Theatertraining und verleiht der Inszenierung eine besondere kollektive Energie. So entsteht keine bloße Übertragung eines klassischen Stoffes, sondern eine eigenständige Auseinandersetzung mit Strindbergs Traumspiel.
Dramaturgie, Regie und Ausstattung
Regisseur Hans Morgeneyer und Dramaturgin Wiebke Hensle führen das Ensemble durch eine Welt, in der sich Perspektiven überlagern. Judith Mähler verantwortet die Ausstattung, Robert Göber die musikalische Leitung und Luise Graeff die technische Leitung. Die Regie verbindet körperliches Spiel, poetische Bildsprache und eine präzise Dramaturgie zu einer Inszenierung, die das Publikum unmittelbar in den Denkraum des Theaters zieht.
Theateratmosphäre im T-Werk Potsdam
Im T-Werk an der Schiffbauergasse entsteht eine konzentrierte Theateratmosphäre. Licht, Akustik, Bewegung und Bühnenbild lassen die Grenze zwischen Innenwelt und Außenwelt durchlässig werden. Ein Lichtschalter kann dabei ebenso zum Zeichen der Erkenntnis werden wie zum Auslöser einer neuen Verunsicherung. Die Aufführung dauert rund 80 Minuten und richtet sich an Zuschauerinnen und Zuschauer ab 10 Jahren.
Ein Abend über das Mögliche
Traumpartie nach Strindberg verbindet inklusive Bühnenkunst mit einem literarisch anspruchsvollen Stoff. Die Produktion fragt nicht nach einfachen Antworten, sondern lädt dazu ein, Wahrnehmung, Wirklichkeit und gesellschaftliche Ordnung neu zu betrachten. Gerade darin liegt ihre Spannung: Das Publikum erlebt eine Inszenierung, die den klassischen Text als offenen Resonanzraum begreift.
Fazit: Dieses Bühnenerlebnis verspricht einen ungewöhnlichen Theaterabend zwischen Traumlogik, Schauspielkunst und gesellschaftlicher Reflexion. Wer Strindbergs poetische Weltsicht aus einer neuen, inklusiven Perspektive erleben möchte, findet im T-Werk Potsdam einen eindringlichen Abend voller rätselhafter Bilder und lebendiger Publikumsnähe. Jetzt Karten für die Premiere sichern.
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