Herzlich willkommen - oder Zutritt verboten? Grenzen werden auf der Bühne fühlbar


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Zwischen Nähe und Grenze: ein poetisches Zirkus-Theater auf dem Theaterschiff
Wo verläuft die unsichtbare Linie zwischen uns und den Anderen? Die Inszenierung Herzlich willkommen - oder Zutritt verboten? verwandelt das Theaterschiff Potsdam in einen Erfahrungsraum, in dem gesellschaftliche Grenzen körperlich spürbar werden. Am 14. November 2026 verbindet das theatralisch-zirkensische Spektakel Akrobatik, Gestik, Musik und feinen Humor zu einem Bühnenereignis voller Spannung und leiser Melancholie.
Wenn eine Wand das Publikum trennt
Eine eigens errichtete Wand teilt den Zuschauerraum und macht die Grenze nicht nur zum Thema, sondern zum konkreten Bestandteil der Dramaturgie. Nähe und Distanz, Zugehörigkeit und Ausschluss erhalten eine sichtbare Form. Die Inszenierung fordert das Publikum heraus, die eigene Position wahrzunehmen und vertraute Vorstellungen von Gemeinschaft neu zu befragen.
Akrobatik als Sprache der Beziehungen
Wo der Monolog verstummt, beginnt die Sprache des Körpers. Gesten, Symbole und atemberaubende Artistik erzählen von menschlichen Beziehungen, von Misstrauen und Annäherung. Die Regie von Ivan Luzan setzt auf eine bildstarke Bühnenkunst, in der jede Bewegung Bedeutung trägt und die Akustik des ungewöhnlichen Spielorts die körperliche Präsenz der Artistinnen und Artisten verstärkt.
Ein Bühnenbild mit politischer und poetischer Kraft
Das Bühnenbild wird zur sozialen Versuchsanordnung: Eine Barriere trennt, ordnet und provoziert. Gleichzeitig bleibt sie veränderbar. Helle Melancholie trifft auf feinen Humor, während die Artistik den Blick auf das lenkt, was Menschen oft empfinden, aber selten aussprechen. Konzept, Raum, Musik und Regie stammen von Ivan Luzan. Es wirken Yevhen Dashkivskyy, Yefrem Bitkine, Alexandr Novak und Uliana Luzan mit.
Einlass und Karten
Die Abendkasse öffnet um 18:30 Uhr, der Veranstaltungsbeginn folgt um 19:30 Uhr. Tickets sind ab 26 Euro erhältlich. Ermäßigungen gelten unter anderem für Menschen mit einem Grad der Behinderung von 50, Inhaber eines Sozialtickets, Bürgergeldempfänger sowie Schülerinnen, Schüler und Studierende.
Fazit: Theater, das Grenzen fühlbar macht
Dieses Bühnenerlebnis verbindet Schauspielkunst, Zirkusartistik und visuelles Theater zu einer sinnlichen Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Zugehörigkeit. Wer Theateratmosphäre nicht nur beobachten, sondern körperlich erfahren möchte, erlebt auf dem Theaterschiff Potsdam einen Abend, der noch lange nach dem Schlussbild nachwirkt.
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