Potsdamerinnen im (Wieder-)Aufbau: Geschichte wird im Potsdam Museum lebendig


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Potsdamerinnen im (Wieder-)Aufbau: Ein Abend über Frauen, die Geschichte machten
Wie wurde Potsdam nach 1945 neu gestaltet – und welche Frauen prägten diesen tiefgreifenden Wandel? Beim Kick-off zur dritten Staffel der Podcast-Reihe „Potsdamerinnen ins Licht“ stehen am 20. November 2026 vier bemerkenswerte Biografien im Mittelpunkt. Der Auftaktabend im Potsdam Museum verbindet historische Einordnung, persönliche Einblicke und den direkten Austausch mit Zeitzeuginnen.
Vier Frauen, vier Wege durch die Nachkriegszeit
Helga Kempa baute das Kinderwochenheim an der Glienicker Brücke mit auf und leitete es über Jahrzehnte. Die Orthopädin und Chirurgin Dr. Sophie Farber widmete sich im Oberlinkrankenhaus der Bekämpfung von Tuberkulose und Kinderlähmung und entwickelte neue Behandlungsmethoden. Lotte Werkmeister prägte als Schauspielerin und Sängerin das kulturelle Leben und half beim Aufbau des Kulturbunds Brandenburg. Dr. Brigitte Grell setzte sich als Journalistin und Protestantin für Glaubensfreiheit und persönliche Haltung in der Diktatur ein.
Historischer Auftakt mit Podcast-Autorinnen
Die Podcast-Autorinnen Stefanie Schuster und Jeanette Toussaint geben einen persönlichen Ausblick auf die neue Staffel und stellen die porträtierten Frauen vor. Im Gespräch mit einigen Zeitzeuginnen entsteht ein unmittelbarer Zugang zu den Erinnerungen und Erfahrungen, die hinter den historischen Quellen stehen. Hannes Wittenberg, stellvertretender Leiter des Potsdam Museums, skizziert zudem die Ausgangslage der Stadt im Jahr 1945.
Wenn Wiederaufbau mehr bedeutet als neue Gebäude
Die Veranstaltung rückt einen erweiterten Blick auf den Wiederaufbau in den Mittelpunkt. Nach 1945 ging es nicht nur um zerstörte Häuser und städtische Infrastruktur, sondern ebenso um Versorgung, Bildung, medizinische Hilfe, Gemeinschaft und die Gestaltung einer neuen Zukunft. Genau diese Perspektive macht die Podcast-Reihe zu einem besonderen Beitrag zur Potsdamer Erinnerungskultur.
Bildschleife am Alten Markt
Im Anschluss wird am großen Fenster des Potsdam Museums eine filmische Bildschleife mit Porträts der vier Frauen angeschaltet. Die Präsentation bleibt bis zum Jahresende am Alten Markt sichtbar und setzt den Auftaktabend im öffentlichen Raum fort. So verbindet das Veranstaltungserlebnis die konzentrierte Atmosphäre des Museums mit einem sichtbaren Zeichen für die Geschichten bisher wenig bekannter Potsdamerinnen.
Fazit: Stadtgeschichte persönlich erleben
Der Kick-off lädt dazu ein, Potsdams Nachkriegszeit aus neuen Perspektiven zu entdecken und Frauen sichtbar zu machen, die den Wiederaufbau entscheidend mitgestalteten. Besucherinnen und Besucher erwartet ein informativer, persönlicher Abend mit Podcast-Einblicken, Zeitzeugengesprächen und historischer Einordnung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird empfohlen.
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