Zeitzeugengespräch zur Ausstellung Leben nach der Haft in Potsdam


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Ein Abend mit Zeitzeug:innen, der Geschichte fühlbar macht
Das Zeitzeugengespräch im Rahmen der Ausstellung Leben nach der Haft. Ehemalige politische Gefangene der DDR berichten öffnet einen intensiven Zugang zu einem der bewegendsten Themen der deutschen Erinnerungskultur: dem Leben nach politischer Haft in der DDR. In der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam treten persönliche Erfahrungen, historische Forschung und politische Bildung in einen unmittelbaren Dialog.
Wenn Erinnerung zur Gegenwart spricht
Die Ausstellung rückt die Folgen politischer Verfolgung nicht als abstrakte Statistik, sondern als biografische Wirklichkeit in den Mittelpunkt. Berichtet wird von Menschen, deren Leben durch Haft, Trennung, Isolation und die langen Schatten der Repression geprägt wurde. Gerade diese Werkbetrachtung im erweiterten Sinn, als Blick auf Zeugnisse, Stimmen und Lebenswege, verleiht dem Kunsterlebnis hier eine besondere Tiefe: Geschichte erscheint nicht fern, sondern nah und menschlich.
Ein historischer Ort mit starker Ausstellungsatmosphäre
Die Gedenkstätte Lindenstraße befindet sich mitten in der Potsdamer Innenstadt im ehemaligen Gerichts- und Gefängniskomplex Lindenstraße 54/55. Der Ort steht für politische Verfolgung und Haft in der NS-Zeit, in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR, aber auch für die Friedliche Revolution 1989/90. Diese räumliche Verdichtung verleiht der Veranstaltung eine eindringliche Ausstellungsatmosphäre, in der Architektur, Erinnerung und Bildungsarbeit eng miteinander verbunden sind.
20 Lebensgeschichten als Kern der Ausstellung
Im Zentrum der Sonderausstellung stehen die Schilderungen von 20 ehemaligen politischen Gefangenen, die in der Untersuchungshaftanstalt Potsdam, in der Strafvollzugsanstalt Cottbus oder an beiden Orten inhaftiert waren. Ihre Berichte handeln von familiären Brüchen, Traumata, Wiederbegegnungen und den oft langen Wegen der Aufarbeitung. Das Zeitzeugengespräch vertieft diese Perspektive und macht die historische Dimension der Ausstellung besonders greifbar.
Bildungsort, Gedenkstätte und kulturelle Bildung
Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße versteht sich als offener Lernort. Führungen, Zeitzeug:innengespräche, Projekttage, Workshops und öffentliche Veranstaltungen bilden das Fundament ihrer museumspädagogischen Arbeit. Damit verbindet das Haus historische Forschung mit kultureller Bildung und schafft einen Raum, in dem Erinnerung nicht nur bewahrt, sondern kritisch reflektiert wird. Genau darin liegt die Stärke dieses Formats: Es fördert Erkenntnis, Empathie und ein vertieftes Verständnis für Demokratiegeschichte.
Fazit
Dieses Zeitzeugengespräch verspricht ein intensives, bewegendes und hochrelevantes Kunsterlebnis im weiten Sinn der historischen Ausstellungskultur. Wer sich für DDR-Geschichte, politische Haft, Erinnerungskultur und biografische Zugänge interessiert, erlebt hier einen Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Verantwortung auf besondere Weise zusammenfinden. Ein Besuch in der Gedenkstätte Lindenstraße lohnt sich unbedingt.
Offizielle Kanäle von Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.gedenkstaette-lindenstrasse.de/
- LinkedIn: https://de.linkedin.com/company/stiftung-gedenkst%C3%A4tte-lindenstra%C3%9Fe
Quellen:
- Potsdam Tourismus - Kuratorenführung durch die Ausstellung Leben nach der Haft
- Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße - Ihr Besuch
- Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße - Geschichte digital entdecken
- Potsdam Tourismus - Tag des offenen Denkmals in der Gedenkstätte Lindenstraße
- LinkedIn - Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße










