Achtung Eule! im Naturkundemuseum Potsdam: Ein Zeichen für den Naturschutz


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Die Naturschutz-Eule: Ein kleines Zeichen mit großer Geschichte
Die Sonderausstellung Achtung Eule! Ein Zeichen für den Naturschutz im Naturkundemuseum Potsdam widmet sich einem Symbol, das Generationen von Spaziergängern durch Brandenburgs Wälder, Wiesen und Moore begleitet. Eine schwarze Waldohreule auf gelbem Grund steht seit Jahrzehnten für geschützte Natur und verbindet visuelle Klarheit mit einer bewegten Geschichte des Naturschutzes.
Ein Symbol zwischen Gestaltung und Naturschutzgeschichte
Im Zentrum der Ausstellung stehen Erna und Kurt Kretschmann aus Bad Freienwalde. Ende der 1940er Jahre entwickelten sie gemeinsam mit Gleichgesinnten das Eulenmotiv, das später zu einem prägenden Zeichen des Naturschutzes wurde. Die Ausstellung verfolgt die Entstehung, Gestaltung und Verbreitung dieses Bildes und ordnet es in die Geschichte des Naturschutzes in der DDR ein.
Originale Schilder, Fotografien und audiovisuelle Zeugnisse
Historische Fotografien, originale Eulen-Schilder aus unterschiedlichen Jahrzehnten, Dokumente sowie Film- und Hörbeiträge machen die Entwicklung des Motivs sinnlich erfahrbar. Die Werkbetrachtung richtet sich dabei nicht nur auf die Form der stilisierten Eule, sondern auch auf ihre gesellschaftliche Wirkung: Aus einer grafischen Gestaltung wurde ein weithin verständliches Zeichen für Schutzgebiete und ökologische Verantwortung.
Erna und Kurt Kretschmann im Fokus
Die Ausstellung erzählt vom bewegten Leben des Ehepaares und von ihrem Engagement für die kulturelle Bildung im Naturschutz. Besucherinnen und Besucher begegnen einer Geschichte, in der Beobachtung, Gestaltung, Wissensvermittlung und praktischer Umweltschutz eng miteinander verbunden sind. Die Kuratierung zeigt, wie aus persönlicher Überzeugung ein dauerhaft wirksames öffentliches Symbol entstand.
Vom DDR-Naturschutzzeichen zum gesamtdeutschen Symbol
Durch das Naturschutzgesetz der DDR von 1954 wurde die Eule zum offiziellen Zeichen geschützter Natur. In den 1980er Jahren erhielt sie ihr bis heute bekanntes verbindliches Design mit gelbem Hintergrund. Nach der deutschen Wiedervereinigung regte die Umweltministerkonferenz 1991 an, das Motiv bundesweit zu verwenden. Damit überschreitet die Eule politische und historische Grenzen und steht heute für eine gemeinsame Verantwortung gegenüber Landschaften, Arten und Lebensräumen.
Eine Ausstellung mit Gegenwartsbezug
Die Ausstellungsatmosphäre verbindet historische Materialien mit einer aktuellen Frage: Wie entsteht gesellschaftliche Aufmerksamkeit für Natur- und Artenschutz? Das Kunsterlebnis liegt hier in der Verbindung von visueller Kommunikation, Alltagsgeschichte und ökologischer Bildung. Die ästhetische Erfahrung des klaren Eulenmotivs öffnet den Blick für die Macht von Bildern und Zeichen im öffentlichen Raum.
Die Sonderausstellung ist bis zum 28. März 2027 verlängert worden. Das Naturkundemuseum Potsdam ist dienstags bis sonntags sowie am ersten Montag des Monats von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Museumsbesuch bietet Gelegenheit, die Ausstellung mit den naturkundlichen Sammlungen des Hauses zu verbinden und die Geschichte des Naturschutzes aus nächster Nähe zu erleben.
Fazit: Ein Zeichen sehen, seine Geschichte verstehen
Achtung Eule! vermittelt mehr als die Geschichte eines bekannten Schildes. Die Ausstellung zeigt, wie Gestaltung, Naturschutz und gesellschaftliches Engagement ineinandergreifen. Kunstinteressierte, Familien und naturkundlich neugierige Besucher erwartet eine anschauliche Werkbetrachtung mit historischem Tiefgang und aktueller Bedeutung. Wer verstehen möchte, wie ein einfaches Bild Verantwortung sichtbar macht, sollte dieses Kunsterlebnis im Naturkundemuseum Potsdam unbedingt live erleben.
Offizielle Kanäle von Naturkundemuseum Potsdam:
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- Website: https://www.naturkundemuseum-potsdam.de/de










