Achtung Eule! Im Naturkundemuseum Potsdam wird ein Naturschutzsymbol lebendig


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Eine Eule als Zeichen für geschützte Natur
Die Sonderausstellung Achtung Eule! Ein Zeichen für den Naturschutz im Naturkundemuseum Potsdam widmet sich einem Symbol, das seit 75 Jahren durch Brandenburgs Wälder, Wiesen und Moore führt: der schwarzen Waldohreule auf gelbem Grund. Das Kunsterlebnis verbindet Naturgeschichte, Gestaltung und politische Kulturgeschichte zu einer eindrucksvollen Werkbetrachtung über die Entstehung eines bis heute bekannten Naturschutzzeichens.
Vom persönlichen Engagement zum öffentlichen Symbol
Im Mittelpunkt stehen Erna und Kurt Kretschmann aus Bad Freienwalde. Ende der 1940er Jahre entwickelten sie gemeinsam mit Gleichgesinnten die stilisierte Eule als sichtbares Zeichen für geschützte Natur. Die Ausstellung zeichnet nach, wie aus einer klaren grafischen Form ein weithin verbreitetes Sinnbild des Naturschutzes wurde und welche Rolle das Erfinderpaar in der Naturschutzgeschichte der DDR spielte.
Grafische Klarheit und historische Erinnerung
Die Ausstellung macht die ästhetische Erfahrung eines Zeichens sichtbar, das durch starke Kontraste, reduzierte Formen und hohe Wiedererkennbarkeit wirkt. Historische Fotografien, originale Eulenschilder, Dokumente sowie Film- und Hörbeiträge eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Gestaltung, Verbreitung und Bedeutung des Motivs. Die Kuratierung verbindet visuelle Kultur mit ökologischer Bildung und lädt dazu ein, über die Beziehung zwischen Bildsprache, öffentlichem Raum und Naturschutz nachzudenken.
Naturschutz zwischen DDR-Geschichte und Gegenwart
Das Naturschutzzeichen erzählt zugleich von Idealismus, gesellschaftlichem Engagement und der Entwicklung geschützter Landschaften. Durch das Naturschutzgesetz der DDR von 1954 erhielt die Eule eine offizielle Funktion; ab den 1980er Jahren setzte sich das bis heute bekannte Design mit gelbem Hintergrund verbindlich durch. 1991 regte die Umweltministerkonferenz an, das Zeichen bundesweit zu verwenden. Damit wird die Ausstellung zu einer kulturhistorischen Spurensuche zwischen Ost und West.
Ein lebendiges Museumserlebnis
Die Ausstellung versteht sich nicht als statische Präsentation, sondern als Einladung zur kulturellen Bildung. Besucherinnen und Besucher begegnen historischen Bildträgern, hören Zeitzeugnisse und entdecken, wie sich ein Naturschutzsymbol im kollektiven Gedächtnis verankert. Die Ausstellungsatmosphäre verbindet sachliche Information mit sinnlicher Werkbetrachtung und öffnet den Blick auf die Wirkung von Farbe, Form, Material und Zeichen im Alltag.
Fazit: Ein Zeichen, das weiterwirkt
Achtung Eule! zeigt, wie aus einer einfachen grafischen Idee ein prägendes Zeichen für Naturbewusstsein entstehen konnte. Kunsthistorische Gestaltung, Umweltgeschichte und persönliche Biografie greifen im Naturkundemuseum Potsdam ineinander. Wer verstehen möchte, warum dieses Motiv bis heute Aufmerksamkeit erzeugt, erlebt hier eine inspirierende Ausstellung über Erinnerung, Verantwortung und die sichtbare Sprache des Naturschutzes.
Offizielle Kanäle von Naturkundemuseum Potsdam:
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- Website: http://www.naturkundemuseum-potsdam.de









