Fotografie, Gedächtnis und Dialog im Potsdamer Museum erleben


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Wenn Fotografien zu Erinnerungsräumen werden
Am 3. Oktober 2026 lädt das Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte in Potsdam zu einem moderierten Gespräch über Fotografie, Gedächtnis und ostdeutsche Identität ein. Unter dem Titel „Nichts ist erledigt. Noch lange nicht.“ begegnen sich historische Aufnahmen aus den 1990er-Jahren und neue Fotografien von Studierenden der Fachhochschule Potsdam.
Drei Jahrzehnte im fotografischen Dialog
Im Zentrum steht die Frage, wie sich Orte verändern und wie sich zugleich unser Blick auf sie wandelt. Die Fotografien des ursprünglichen Projekts „Fotografie und Gedächtnis“ von Jürgen Rehrmann treten in einen Dialog mit aktuellen Aufnahmen von Merle Kauf und Charlotte Schröter. Beide Studierenden haben sich mit den historischen Bildern auseinandergesetzt und Orte in der Prignitz dreißig Jahre später erneut fotografiert.
Bild, Erinnerung und Identität
Die Veranstaltung verbindet Werkbetrachtung mit kultureller Bildung und öffnet den Blick auf die dokumentarischen, sozialen und ästhetischen Dimensionen der Fotografie. Was bewahren Fotografien, was lassen sie aus? Wie entstehen Erinnerungen aus Bildern, persönlichen Erfahrungen und gemeinsamer Geschichte? Das Gespräch untersucht, wie fotografische Archive Vorstellungen von Brandenburg und Ostdeutschland prägen.
Ostdeutsche Alltagskultur heute
Die Diskussion führt von den fotografierten Orten zu aktuellen Fragen nach Identität, Nostalgie und kultureller Aneignung. Olivia Schneider bringt Perspektiven auf ostdeutsche Alltagskultur, Popkultur und Social Media ein. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen analoger Fotografie, gegenwärtiger Bildkultur und den Formen, in denen Geschichte heute neu gelesen und weitererzählt wird.
Moderiertes Gespräch mit verschiedenen Generationen
Jürgen Rehrmann blickt auf seine fotografische Arbeit der 1990er-Jahre zurück. Merle Kauf und Charlotte Schröter berichten von ihrer zeitgenössischen Werkbetrachtung und den neuen Aufnahmen. Prof. Wiebke Loeper, Professorin für Fotografie an der Fachhochschule Potsdam und Co-Projektleiterin des aktuellen Fotoprojekts, moderiert den Abend und verbindet die unterschiedlichen Perspektiven mit der Ausstellung.
Fazit: Ein Kunsterlebnis zwischen Bildgedächtnis und Gegenwart
Die Veranstaltung verspricht eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre, anregende Gespräche und eine ästhetische Erfahrung, in der Fotografie als Zeitzeugnis und als offene Denkform erscheint. Wer verstehen möchte, wie Bilder Erinnerung formen und wie Generationen ihre Geschichte neu betrachten, erlebt im Museum einen erkenntnisreichen Abend. Der Besuch lohnt sich für alle, die Fotokunst, Zeitgeschichte und kulturellen Dialog miteinander verbinden möchten.
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