„Spione unter uns“ im Filmmuseum Potsdam: Film und Gespräch über die Stasi

Event: Filmveranstaltung „Spione unter uns“ (Dokumentarfilm, D/USA 2025, 94 min) in Breite Straße 1a, 14467 Potsdam on 5. November 2026

Datum und Uhrzeit

5. November 2026 19:00 Uhr

Veranstaltungsort

Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1A, 14467 Potsdam, Deutschland

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5,00 €
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„Spione unter uns“: Ein Dokumentarfilm über Erinnerung, Überwachung und Wahrheit

Am 5. November 2026 lädt das Filmmuseum Potsdam zur Filmveranstaltung „Spione unter uns“ ein. Der 94-minütige Dokumentarfilm aus dem Jahr 2025 verbindet persönliche Erinnerung mit historischer Recherche und eröffnet einen eindringlichen Blick auf die inneren Mechanismen der Staatssicherheit der DDR.

Eine persönliche Spurensuche in der Geschichte der DDR

Im Zentrum steht Dr. Peter Keup, ehemaliger politischer Gefangener und heutiger Historiker. Nach seiner Verhaftung in der DDR und dem späteren Freikauf in die Bundesrepublik beginnt er, die Brüche seiner Biografie und die Familiengeheimnisse rund um die Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit aufzuarbeiten.

Die Regisseure Jamie Coughlin Silverman und Gabriel Silverman verbinden biografische Recherche, historische Dokumentation und investigative Gesprächsführung. Seltene Dialoge zwischen ehemaligen Stasi-Offizieren und einem Opfer des Überwachungsapparats machen die persönlichen Folgen politischer Repression unmittelbar erfahrbar.

Filmische Werkbetrachtung zwischen Archiv und Gegenwart

„Spione unter uns“ arbeitet mit der Spannung zwischen individueller Erinnerung und systemischer Macht. Der Dokumentarfilm führt in die Geschichte eines datengestützten Überwachungsstaates und fragt zugleich nach Schuld, Verantwortung, Loyalität und dem schwierigen Prozess der Aufarbeitung.

Die filmische Gestaltung schafft eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre im Kinoraum: Archivmaterial, Gespräche und persönliche Zeugnisse verdichten sich zu einer ästhetischen Erfahrung, in der Geschichte nicht abstrakt bleibt. Die 94 Minuten eröffnen Raum für eine differenzierte Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur und ihren Nachwirkungen.

Film und Gespräch mit Dr. Peter Keup

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit Dr. Peter Keup statt. Moderiert wird die Diskussion von Maria Schultz, der Leiterin der Gedenkstätte Lindenstraße. Dadurch erhält das Publikum die Möglichkeit, filmische Eindrücke zu vertiefen und Fragen zu Erinnerungskultur, politischer Haft und historischer Verantwortung zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Sonderausstellung „Leben nach der Haft. Ehemalige politische Gefangene der DDR berichten“ statt. In Kooperation mit dem Filmmuseum Potsdam verbindet der Abend Filmkunst, historische Bildung und öffentliche Debatte.

Fazit: Ein eindringliches Kunsterlebnis der politischen Bildung

Besucherinnen und Besucher erwartet ein konzentrierter Dokumentarfilmabend über Überwachung, Verrat und die Suche nach Wahrheit. Die anschließende Gesprächsrunde erweitert die Filmvorführung um eine unmittelbare historische Perspektive. Wer sich für deutsche Zeitgeschichte, Erinnerungskultur und dokumentarisches Erzählen interessiert, sollte diese besondere Filmveranstaltung im Filmmuseum Potsdam live erleben.

Offizielle Kanäle von Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße:

Quellen:

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