Altes Landtagsgebäude Brandenburg
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Potsdam

Am Havelblick 4, 14473 Potsdam, Deutschland

Altes Landtagsgebäude Brandenburg | Fotos & Geschichte

Das alte Landtagsgebäude auf dem Brauhausberg gehört zu den Orten in Potsdam, an denen sich Stadtgeschichte besonders dicht lesen lässt. Die exponierte Lage, die mehrfach veränderte Nutzung und die sichtbaren Spuren von Umbruch machen den Komplex für viele Menschen zu einer der spannendsten historischen Adressen der Stadt. Auf demselben Areal standen nacheinander eine Kriegsschule, später ein Archiv, danach die Bezirks- und Kreisleitung der SED und ab 1991 der Landtag Brandenburg. Seit der Eröffnung des Neubaus am Alten Markt im Jahr 2014 ist der Brauhausberg nicht mehr Parlamentssitz, bleibt aber ein prägender Erinnerungsort. Das wurde durch den Brand im August 2023 noch stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Wer heute den Landtag besuchen will, fährt übrigens zum Alten Markt 1, wo der Neubau mit Ausstellungen, Foyer und Besucherangeboten zugänglich ist. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Auch für die Orientierung in Potsdam ist die Unterscheidung wichtig: Der Brauhausberg steht für das frühere, historisch belastete und heute stark veränderte Gebäude, während der heutige Landtag Brandenburg am Alten Markt ein moderner Parlamentsstandort ist. Der Neubau wurde äußerlich an das historische Stadtschloss angelehnt, besitzt rund 19.000 Quadratmeter Nutzfläche und 375 Büros und ist seit 2014 Sitz des Landtages. Genau diese Überlagerung aus altem Ort, neuem Parlament und städtischem Gedächtnis erklärt, warum Suchanfragen häufig nach Fotos, Geschichte, Brand und Anfahrt gleichzeitig fragen. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/en/home/the_direct_link_to_the_landtag/26669))

Fotos, Geschichte und die markante Silhouette des Brauhausbergs

Fotos vom alten Landtagsgebäude Brandenburg zeigen vor allem eine ungewöhnlich starke Silhouette: der Bau steht exponiert auf dem Brauhausberg und wirkt schon deshalb wie ein städtebauliches Zeichen. Die offizielle Landtagsgeschichte beschreibt das Gebäude als Anlage, deren äußere Gestalt und Funktion sich im Laufe von mehr als 100 Jahren mehrfach verändert haben. Genau darin liegt seine fotografische Faszination. Wer die frühere Kriegsschule, das spätere Archiv, die SED-Nutzung oder den Landtag in einem einzigen Motiv denkt, bekommt kein statisches Denkmal, sondern ein Gebäude mit vielen Leben. Es ist dieser Wechsel von Macht, Bruch und Erneuerung, der das Haus visuell so einprägsam macht. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Die architektonische Grundidee wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Kaiser Wilhelm II. geprägt, der den Brauhausberg als Standort auswählte und eine Ausführung im Stil englischer Landhäuser mit Fachwerk und weißgeputzten Feldern festlegte. Renaissance-Motive sollten den Bau zusätzlich historisierend wirken lassen; als Vorbild für den Haupteingang diente die Porta Stupa in Verona. Dominierend war zudem ein monumentaler Turm, der ursprünglich 64 Meter hoch war. Als Baumeister fungierte Franz Schwechten, der auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin errichtete. Diese Details erklären, warum das Gebäude auf Bildern so kraftvoll wirkt: Es verbindet militärische Repräsentation, historische Zitate und eine sehr bewusste Fernwirkung. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Kriegsschule, Archiv und der Weg zum „Kreml“

Der eigentliche Beginn der Baugeschichte liegt am 1. April 1899, als der Bau einer neuen Kriegsschule auf dem Brauhausberg startete. Das Haus wurde am 2. August 1902 seiner Bestimmung übergeben und diente dann der Ausbildung von Offiziersaspiranten der gesamten Armee. Während des Ersten Weltkriegs wurde es als Bataillonssammelstelle verwendet. Mit dem Versailler Vertrag endete die Funktion als Kriegsschule; 1919 wurde das Gebäude zum Reichsarchiv umfunktioniert. Damit begann eine neue, ebenfalls staatliche und sehr umfangreiche Phase, in der zivile und militärische Akten des Reiches verwaltet wurden. Der Bau stand also nie für Stillstand, sondern fast immer für eine Form von Machtorganisation. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

In den 1930er-Jahren nahm der Bestand so stark zu, dass 1935 ein Anbau als Magazin bezogen wurde. Gleichzeitig wurde der Turm auf 50 Meter abgestockt, weil er in der erweiterten Anlage als zu gewaltig empfunden wurde. Der Luftangriff der Royal Air Force vom 14. April 1945 verwandelte große Teile des Brauhausbergs in ein Trümmerfeld; das Magazingebäude wurde vollständig zerstört, der Turm und ein Flügel des Hauptgebäudes wurden beschädigt. Nach dem Krieg nutzte zunächst das Land Brandenburg das schwer beschädigte Haus, bevor das Grundstück 1949 in Parteivermögen überging. Ab 1952 saßen dort die SED-Bezirksleitungen für Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus, später auch die Kreisleitung Potsdam. Aus dieser Phase stammt der volkstümliche Name „Kreml“, der bis heute an das Gebäude heftet. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Der Landtag Brandenburg auf dem Brauhausberg von 1991 bis 2013

Mit der Wiedergründung des Landes Brandenburg bekam das Haus noch einmal eine demokratische Funktion. Am 16. Januar 1991 beschlossen die Brandenburger Parlamentarier mit Mehrheit, die Liegenschaft auf dem Brauhausberg als Parlamentsgebäude zu nutzen, weil die Räumlichkeiten in der Heinrich-Mann-Allee 107 die bauliche Sicherheit nicht gewährleisten konnten. Fachleute rieten zwar von einer dauerhaften Nutzung ab, weil das Gebäude für ein Parlament nur eingeschränkt funktional war, doch nach den notwendigsten Bauarbeiten zogen die Abgeordneten ein. Die erste Plenarsitzung auf dem Brauhausberg fand am 25. September 1991 statt. Damit wurde aus einem ehemaligen Militär- und Parteibau für gut zwei Jahrzehnte das politische Zentrum des Landes. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Gerade diese Provisorien prägten die Wahrnehmung des Hauses. Der Landtag war dort zwar tatsächlich präsent, aber nie in einem vollständig idealen Parlamentsbau untergebracht. Genau deshalb entschied der Landtag 2005, ein neues Parlamentsgebäude in den Um- und Aufrissen des historischen Potsdamer Stadtschlosses zu errichten. Eine Bürgerbefragung in Potsdam brachte deutliche Zustimmung für den Neubau am Alten Markt, und die Planungen sowie Bauarbeiten dauerten insgesamt neun Jahre. 2014 zog der Landtag schließlich in den Neubau um. Diese Entwicklung erklärt, warum der Brauhausberg in Suchanfragen oft zusammen mit dem heutigen Landtag auftaucht: Wer die Geschichte des alten Hauses verstehen will, landet fast automatisch beim neuen Standort und bei der Frage, wie sich politische Repräsentation in Potsdam neu verortet hat. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/landtag_kennenlernen/gebaeude_und_verwaltung/ueber_das_landtagsgebaeude/25362))

Brand 2023, Leerstand und die heutige Bedeutung des Ortes

Am 5. August 2023 geriet das ehemalige Landtagsgebäude erneut in die Schlagzeilen, als die Feuerwehr Potsdam gegen 15:30 Uhr zu einem Gebäudebrand in die Templiner Vorstadt alarmiert wurde. Die Stadt meldete, dass im Seitenflügel, in dem sich der frühere Plenarsaal befand, der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte. Kurz darauf stürzte der Dachstuhl des Südflügels ein, und auch angrenzende Bereiche wurden in Mitleidenschaft gezogen. Rund 120 Einsatzkräfte waren im Einsatz, darunter Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren, Polizei, Ordnungsamt und weitere Unterstützer. Für die öffentliche Wahrnehmung war dieser Brand deshalb so einschneidend, weil er den ohnehin schon stark belasteten Gebäudekomplex noch einmal sichtbarer beschädigte. ([potsdam.de](https://www.potsdam.de/de/339-feuer-im-ehemaligen-landtag-auf-dem-brauhausberg-unter-kontrolle))

Die Stadt Potsdam ordnete den Ort zugleich historisch ein: Das Gebäude in der Straße Am Havelblick wurde zwischen 1990 und 2013 als Landtag des Landes Brandenburg genutzt. Danach diente das Areal von 2015 bis 2018 als Notunterkunft für Geflüchtete; seit Ende 2018 stand es leer. Für die Gegenwart ist das wichtig, weil es zeigt, dass der Brauhausberg nicht nur eine alte Kulisse ist, sondern ein Ort mit wechselnden sozialen und politischen Funktionen. Genau daraus ergibt sich seine heutige Bedeutung: Er ist weniger ein abgeschlossenes Denkmal als vielmehr ein offenes Kapitel Potsdamer Geschichte, das von Staatlichkeit, Umnutzung, Krisen und ungeklärter Zukunft erzählt. Wer nach Bildern oder Informationen sucht, sucht deshalb oft nicht nur ein Gebäude, sondern die Spur eines ganzen Umbruchs. ([potsdam.de](https://www.potsdam.de/de/339-feuer-im-ehemaligen-landtag-auf-dem-brauhausberg-unter-kontrolle))

Anfahrt, Orientierung und Besucherinfos zum heutigen Landtag

Wer den Landtag Brandenburg heute besuchen möchte, muss zum Alten Markt gehen, nicht zum Brauhausberg. Der offizielle Zugang erfolgt vom Alten Markt über das Fortunaportal. Der Landtagsinnenhof ist im Regelbetrieb täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, das Knobelsdorff-Treppenhaus, die Ausstellungen im Landtag und das Foyer mit einem interaktiven Gebäudemodell sind montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr zugänglich. An Sitzungstagen des Plenums ist der Zutritt für Besucherinnen und Besucher an die Hinterlegung eines amtlichen Lichtbildausweises gebunden. Für die Planung eines Besuchs ist das die wichtigste praktische Information, weil der heutige Landtag als öffentlich zugänglicher Parlamentsort funktioniert und nicht mehr als reiner Verwaltungstrakt. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/landtag_kennenlernen/gebaeude_und_verwaltung/anfahrt_zugang_und_oeffnungszeiten/25863))

Auch beim Thema Parken ist die offizielle Lage eindeutig: Auf dem Gelände des Landtages stehen keine Parkflächen zur Verfügung; Busse können vor dem Filmmuseum in der Breiten Straße zum Ein- und Aussteigen halten. Aufgrund von Bauarbeiten im Landtagsumfeld sind die Schwerbehindertenstellplätze vor dem Potsdam-Museum derzeit nicht nutzbar, weshalb Inhaber des blauen EU-Behindertenparkausweises auf dem Alten Markt parken können. Die Zufahrt zum Alten Markt erfolgt über die Straße Am Alten Markt, der Fußweg ab Potsdam-Hauptbahnhof beträgt etwa zehn Minuten beziehungsweise rund 700 Meter. Zudem wurde der barrierefreie Zugang ausdrücklich berücksichtigt, unter anderem mit Rollstuhlplätzen, Induktionsschleifen und Orientierungshilfen für Sehgeschädigte. Das macht deutlich: Wer nach Anfahrt oder Parken sucht, landet heute sinnvollerweise bei den Besucherinformationen des neuen Landtags am Alten Markt. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/landtag_kennenlernen/gebaeude_und_verwaltung/anfahrt_zugang_und_oeffnungszeiten/25863))

Architektur, Panoramen und warum der Ort fotografisch so stark wirkt

Der heutige Landtag am Alten Markt ist selbst ein gutes Beispiel dafür, wie Potsdam historische Bilder neu zusammensetzt. Laut offizieller Beschreibung ist das Gebäude seit 2014 der Sitz des Landtages Brandenburg, äußerlich am frühen barocken Stadtschloss orientiert und innen für den modernen Parlamentsbetrieb ausgelegt. Neue Treppen, Aufzüge und großzügige Lichtzonen führen zum Plenarsaal, zum Foyer und zum Präsidiumsbereich. Für Besucherinnen und Besucher gibt es wechselnde Ausstellungen im Foyer und in den öffentlichen Bereichen des Südflügels; zusätzlich informiert ein Flyer über das Panorama von der Dachterrasse. Die offizielle Gebäudebeschreibung spricht ausdrücklich von einem einzigartigen architektonischen Ensemble der Landeshauptstadt Potsdam. Das ist kein bloßes Marketingwort, sondern eine präzise Beschreibung des Ortes, an dem historische Formen und politische Gegenwart bewusst zusammengedacht wurden. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/en/home/the_direct_link_to_the_landtag/26669))

Für die Bildsuche nach dem alten Landtagsgebäude ist dieser Kontext entscheidend. Der Brauhausberg-Bau ist auf Fotos vor allem wegen seines Turms, seiner Höhenlage und seiner wechselvollen Geschichte präsent; der heutige Landtag am Alten Markt ergänzt dieses Bild als moderner Gegenpol. Zusammen erzählen beide Orte eine einzige Potsdamer Erzählung: erst das repräsentative Militär- und Archivgebäude auf dem Berg, dann das provisorische Parlament, schließlich der Neubau im historischen Zentrum. Wer also nach „Bilder von altes Landtagsgebäude Brandenburg“ sucht, sucht meist nicht nur ein Einzelmotiv, sondern den Kontrast zwischen früherer Machtarchitektur, politischer Nutzung und heutigem Stadtbild. Genau deshalb bleibt der Brauhausberg ein starkes Motiv für Historie, Stadtentwicklung und Fotografie zugleich. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Quellen:

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Altes Landtagsgebäude Brandenburg | Fotos & Geschichte

Das alte Landtagsgebäude auf dem Brauhausberg gehört zu den Orten in Potsdam, an denen sich Stadtgeschichte besonders dicht lesen lässt. Die exponierte Lage, die mehrfach veränderte Nutzung und die sichtbaren Spuren von Umbruch machen den Komplex für viele Menschen zu einer der spannendsten historischen Adressen der Stadt. Auf demselben Areal standen nacheinander eine Kriegsschule, später ein Archiv, danach die Bezirks- und Kreisleitung der SED und ab 1991 der Landtag Brandenburg. Seit der Eröffnung des Neubaus am Alten Markt im Jahr 2014 ist der Brauhausberg nicht mehr Parlamentssitz, bleibt aber ein prägender Erinnerungsort. Das wurde durch den Brand im August 2023 noch stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Wer heute den Landtag besuchen will, fährt übrigens zum Alten Markt 1, wo der Neubau mit Ausstellungen, Foyer und Besucherangeboten zugänglich ist. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Auch für die Orientierung in Potsdam ist die Unterscheidung wichtig: Der Brauhausberg steht für das frühere, historisch belastete und heute stark veränderte Gebäude, während der heutige Landtag Brandenburg am Alten Markt ein moderner Parlamentsstandort ist. Der Neubau wurde äußerlich an das historische Stadtschloss angelehnt, besitzt rund 19.000 Quadratmeter Nutzfläche und 375 Büros und ist seit 2014 Sitz des Landtages. Genau diese Überlagerung aus altem Ort, neuem Parlament und städtischem Gedächtnis erklärt, warum Suchanfragen häufig nach Fotos, Geschichte, Brand und Anfahrt gleichzeitig fragen. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/en/home/the_direct_link_to_the_landtag/26669))

Fotos, Geschichte und die markante Silhouette des Brauhausbergs

Fotos vom alten Landtagsgebäude Brandenburg zeigen vor allem eine ungewöhnlich starke Silhouette: der Bau steht exponiert auf dem Brauhausberg und wirkt schon deshalb wie ein städtebauliches Zeichen. Die offizielle Landtagsgeschichte beschreibt das Gebäude als Anlage, deren äußere Gestalt und Funktion sich im Laufe von mehr als 100 Jahren mehrfach verändert haben. Genau darin liegt seine fotografische Faszination. Wer die frühere Kriegsschule, das spätere Archiv, die SED-Nutzung oder den Landtag in einem einzigen Motiv denkt, bekommt kein statisches Denkmal, sondern ein Gebäude mit vielen Leben. Es ist dieser Wechsel von Macht, Bruch und Erneuerung, der das Haus visuell so einprägsam macht. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Die architektonische Grundidee wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Kaiser Wilhelm II. geprägt, der den Brauhausberg als Standort auswählte und eine Ausführung im Stil englischer Landhäuser mit Fachwerk und weißgeputzten Feldern festlegte. Renaissance-Motive sollten den Bau zusätzlich historisierend wirken lassen; als Vorbild für den Haupteingang diente die Porta Stupa in Verona. Dominierend war zudem ein monumentaler Turm, der ursprünglich 64 Meter hoch war. Als Baumeister fungierte Franz Schwechten, der auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin errichtete. Diese Details erklären, warum das Gebäude auf Bildern so kraftvoll wirkt: Es verbindet militärische Repräsentation, historische Zitate und eine sehr bewusste Fernwirkung. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Kriegsschule, Archiv und der Weg zum „Kreml“

Der eigentliche Beginn der Baugeschichte liegt am 1. April 1899, als der Bau einer neuen Kriegsschule auf dem Brauhausberg startete. Das Haus wurde am 2. August 1902 seiner Bestimmung übergeben und diente dann der Ausbildung von Offiziersaspiranten der gesamten Armee. Während des Ersten Weltkriegs wurde es als Bataillonssammelstelle verwendet. Mit dem Versailler Vertrag endete die Funktion als Kriegsschule; 1919 wurde das Gebäude zum Reichsarchiv umfunktioniert. Damit begann eine neue, ebenfalls staatliche und sehr umfangreiche Phase, in der zivile und militärische Akten des Reiches verwaltet wurden. Der Bau stand also nie für Stillstand, sondern fast immer für eine Form von Machtorganisation. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

In den 1930er-Jahren nahm der Bestand so stark zu, dass 1935 ein Anbau als Magazin bezogen wurde. Gleichzeitig wurde der Turm auf 50 Meter abgestockt, weil er in der erweiterten Anlage als zu gewaltig empfunden wurde. Der Luftangriff der Royal Air Force vom 14. April 1945 verwandelte große Teile des Brauhausbergs in ein Trümmerfeld; das Magazingebäude wurde vollständig zerstört, der Turm und ein Flügel des Hauptgebäudes wurden beschädigt. Nach dem Krieg nutzte zunächst das Land Brandenburg das schwer beschädigte Haus, bevor das Grundstück 1949 in Parteivermögen überging. Ab 1952 saßen dort die SED-Bezirksleitungen für Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus, später auch die Kreisleitung Potsdam. Aus dieser Phase stammt der volkstümliche Name „Kreml“, der bis heute an das Gebäude heftet. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Der Landtag Brandenburg auf dem Brauhausberg von 1991 bis 2013

Mit der Wiedergründung des Landes Brandenburg bekam das Haus noch einmal eine demokratische Funktion. Am 16. Januar 1991 beschlossen die Brandenburger Parlamentarier mit Mehrheit, die Liegenschaft auf dem Brauhausberg als Parlamentsgebäude zu nutzen, weil die Räumlichkeiten in der Heinrich-Mann-Allee 107 die bauliche Sicherheit nicht gewährleisten konnten. Fachleute rieten zwar von einer dauerhaften Nutzung ab, weil das Gebäude für ein Parlament nur eingeschränkt funktional war, doch nach den notwendigsten Bauarbeiten zogen die Abgeordneten ein. Die erste Plenarsitzung auf dem Brauhausberg fand am 25. September 1991 statt. Damit wurde aus einem ehemaligen Militär- und Parteibau für gut zwei Jahrzehnte das politische Zentrum des Landes. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

Gerade diese Provisorien prägten die Wahrnehmung des Hauses. Der Landtag war dort zwar tatsächlich präsent, aber nie in einem vollständig idealen Parlamentsbau untergebracht. Genau deshalb entschied der Landtag 2005, ein neues Parlamentsgebäude in den Um- und Aufrissen des historischen Potsdamer Stadtschlosses zu errichten. Eine Bürgerbefragung in Potsdam brachte deutliche Zustimmung für den Neubau am Alten Markt, und die Planungen sowie Bauarbeiten dauerten insgesamt neun Jahre. 2014 zog der Landtag schließlich in den Neubau um. Diese Entwicklung erklärt, warum der Brauhausberg in Suchanfragen oft zusammen mit dem heutigen Landtag auftaucht: Wer die Geschichte des alten Hauses verstehen will, landet fast automatisch beim neuen Standort und bei der Frage, wie sich politische Repräsentation in Potsdam neu verortet hat. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/landtag_kennenlernen/gebaeude_und_verwaltung/ueber_das_landtagsgebaeude/25362))

Brand 2023, Leerstand und die heutige Bedeutung des Ortes

Am 5. August 2023 geriet das ehemalige Landtagsgebäude erneut in die Schlagzeilen, als die Feuerwehr Potsdam gegen 15:30 Uhr zu einem Gebäudebrand in die Templiner Vorstadt alarmiert wurde. Die Stadt meldete, dass im Seitenflügel, in dem sich der frühere Plenarsaal befand, der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte. Kurz darauf stürzte der Dachstuhl des Südflügels ein, und auch angrenzende Bereiche wurden in Mitleidenschaft gezogen. Rund 120 Einsatzkräfte waren im Einsatz, darunter Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren, Polizei, Ordnungsamt und weitere Unterstützer. Für die öffentliche Wahrnehmung war dieser Brand deshalb so einschneidend, weil er den ohnehin schon stark belasteten Gebäudekomplex noch einmal sichtbarer beschädigte. ([potsdam.de](https://www.potsdam.de/de/339-feuer-im-ehemaligen-landtag-auf-dem-brauhausberg-unter-kontrolle))

Die Stadt Potsdam ordnete den Ort zugleich historisch ein: Das Gebäude in der Straße Am Havelblick wurde zwischen 1990 und 2013 als Landtag des Landes Brandenburg genutzt. Danach diente das Areal von 2015 bis 2018 als Notunterkunft für Geflüchtete; seit Ende 2018 stand es leer. Für die Gegenwart ist das wichtig, weil es zeigt, dass der Brauhausberg nicht nur eine alte Kulisse ist, sondern ein Ort mit wechselnden sozialen und politischen Funktionen. Genau daraus ergibt sich seine heutige Bedeutung: Er ist weniger ein abgeschlossenes Denkmal als vielmehr ein offenes Kapitel Potsdamer Geschichte, das von Staatlichkeit, Umnutzung, Krisen und ungeklärter Zukunft erzählt. Wer nach Bildern oder Informationen sucht, sucht deshalb oft nicht nur ein Gebäude, sondern die Spur eines ganzen Umbruchs. ([potsdam.de](https://www.potsdam.de/de/339-feuer-im-ehemaligen-landtag-auf-dem-brauhausberg-unter-kontrolle))

Anfahrt, Orientierung und Besucherinfos zum heutigen Landtag

Wer den Landtag Brandenburg heute besuchen möchte, muss zum Alten Markt gehen, nicht zum Brauhausberg. Der offizielle Zugang erfolgt vom Alten Markt über das Fortunaportal. Der Landtagsinnenhof ist im Regelbetrieb täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, das Knobelsdorff-Treppenhaus, die Ausstellungen im Landtag und das Foyer mit einem interaktiven Gebäudemodell sind montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr zugänglich. An Sitzungstagen des Plenums ist der Zutritt für Besucherinnen und Besucher an die Hinterlegung eines amtlichen Lichtbildausweises gebunden. Für die Planung eines Besuchs ist das die wichtigste praktische Information, weil der heutige Landtag als öffentlich zugänglicher Parlamentsort funktioniert und nicht mehr als reiner Verwaltungstrakt. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/landtag_kennenlernen/gebaeude_und_verwaltung/anfahrt_zugang_und_oeffnungszeiten/25863))

Auch beim Thema Parken ist die offizielle Lage eindeutig: Auf dem Gelände des Landtages stehen keine Parkflächen zur Verfügung; Busse können vor dem Filmmuseum in der Breiten Straße zum Ein- und Aussteigen halten. Aufgrund von Bauarbeiten im Landtagsumfeld sind die Schwerbehindertenstellplätze vor dem Potsdam-Museum derzeit nicht nutzbar, weshalb Inhaber des blauen EU-Behindertenparkausweises auf dem Alten Markt parken können. Die Zufahrt zum Alten Markt erfolgt über die Straße Am Alten Markt, der Fußweg ab Potsdam-Hauptbahnhof beträgt etwa zehn Minuten beziehungsweise rund 700 Meter. Zudem wurde der barrierefreie Zugang ausdrücklich berücksichtigt, unter anderem mit Rollstuhlplätzen, Induktionsschleifen und Orientierungshilfen für Sehgeschädigte. Das macht deutlich: Wer nach Anfahrt oder Parken sucht, landet heute sinnvollerweise bei den Besucherinformationen des neuen Landtags am Alten Markt. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/landtag_kennenlernen/gebaeude_und_verwaltung/anfahrt_zugang_und_oeffnungszeiten/25863))

Architektur, Panoramen und warum der Ort fotografisch so stark wirkt

Der heutige Landtag am Alten Markt ist selbst ein gutes Beispiel dafür, wie Potsdam historische Bilder neu zusammensetzt. Laut offizieller Beschreibung ist das Gebäude seit 2014 der Sitz des Landtages Brandenburg, äußerlich am frühen barocken Stadtschloss orientiert und innen für den modernen Parlamentsbetrieb ausgelegt. Neue Treppen, Aufzüge und großzügige Lichtzonen führen zum Plenarsaal, zum Foyer und zum Präsidiumsbereich. Für Besucherinnen und Besucher gibt es wechselnde Ausstellungen im Foyer und in den öffentlichen Bereichen des Südflügels; zusätzlich informiert ein Flyer über das Panorama von der Dachterrasse. Die offizielle Gebäudebeschreibung spricht ausdrücklich von einem einzigartigen architektonischen Ensemble der Landeshauptstadt Potsdam. Das ist kein bloßes Marketingwort, sondern eine präzise Beschreibung des Ortes, an dem historische Formen und politische Gegenwart bewusst zusammengedacht wurden. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/en/home/the_direct_link_to_the_landtag/26669))

Für die Bildsuche nach dem alten Landtagsgebäude ist dieser Kontext entscheidend. Der Brauhausberg-Bau ist auf Fotos vor allem wegen seines Turms, seiner Höhenlage und seiner wechselvollen Geschichte präsent; der heutige Landtag am Alten Markt ergänzt dieses Bild als moderner Gegenpol. Zusammen erzählen beide Orte eine einzige Potsdamer Erzählung: erst das repräsentative Militär- und Archivgebäude auf dem Berg, dann das provisorische Parlament, schließlich der Neubau im historischen Zentrum. Wer also nach „Bilder von altes Landtagsgebäude Brandenburg“ sucht, sucht meist nicht nur ein Einzelmotiv, sondern den Kontrast zwischen früherer Machtarchitektur, politischer Nutzung und heutigem Stadtbild. Genau deshalb bleibt der Brauhausberg ein starkes Motiv für Historie, Stadtentwicklung und Fotografie zugleich. ([landtag.brandenburg.de](https://www.landtag.brandenburg.de/de/geschichte_des_ehemaligen_landtagsgebaeudes_auf_dem_brauhausberg/7672))

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